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2 (1847)
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sehen Arzt von unberechenbarem Nutzen. Denkt sich einSchachspieler bei dem Verschieben einer Figur nicht jedesmahlalle mögliche Züge, die der Gegner gegen ihn machen kann, soist er ein schlechter Spieler. Wir Aerzte spielen auch Schachmit der Natur; wollen wir erträglich gut spielen, so müssenwir bei allem, was wir thun, uns deutlich die möglichen Zügedenken, die unsere Gegenspielerinn machen kann. Nur dieAbstraktionen unserer Beobachtungen des erkrankten Orga-nismus befähigen uns zu diesem deutlichen Denken.

Welche Vortheile für die Ausbildung der Kunst liegen in dergeheimärztlichen Lehre ?

1) Sie bildet den Arzt zum Beobachter; sie mahnt ihnnicht bloss, die Natur zu beobachten, sondern sie zwingtihn dazu.

2) Sie bewahret seinen Kopf vor allen Abschweifungenin das unermessliche Reich des Ideellen.

3) Sie ist die vollkommenste Gegenfüsslerinn der rohenEmpirie.

4) Ohne gerade das gegnerische Heilen ganz zu verwerfen,mahnet sie den Arzt, der Natur in ihren direkten, unfeind-lichen Heilungen nachzuahmen.

5) Weil sie keine Phantasiekategorien, sondern nur Wirk-lichkeitskategorien anerkennt, befähiget sie den Arzt weitbesser, die Natur chronischer Uebel zu erkennen, als irgendeine Schullehre.

6) Da der grösste Theil der akuten Fieber, nicht vondem Urergriffensein des Gesammtorganismus, sondern von demUrergriffensein eines einzelnen Organs mitleidlich abhängt,die geheimärztliche Lehre den Arzt zwingt, das urerkrankteOrgan aufzusuchen: so liegt in dieser Lehre die wirklicheHeilung der akuten Fieber.

7) Da sie von den Einzelheiten der Erfahrung nicht (wiealle Schullehren) ganz, oder halbideelle, sondern nur realeAbstraktionen macht, so muss die erworbene Erfahrung ihrerBekenner vollkommen mittheilbar, und nach tausend Jahren

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