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allgemeine, für die Praxis brauchbare Sätze, in Betreff dergeheimnisvollen Verrichtungen des kranken Organismus, ent-weder bestätiget zu sehen wenn sie bekannt sind, oder annochunbekannte auszumitteln, oder halbbekannte möglichst zu ver-vollständigen. Wollten wir uns aber beigehen lassen, solcheallgemeine Abzüge unserer Beobachtungen für wirkliche Natur-gesetze anzusehen, die unsere Weisheit ergründet, so würdenwir dadurch eine grosse Schwachköpfigkeit verratlien. Aller-dings müssen sich solche allgemeine Abzüge unserer Beobach-tungen auf unwandelbare Naturgesetze gründen; die Gesetzeselbst liegen aber doch jenseits der Grenzen unserer Erkennt-niss. Die Abzüge unserer Beobachtungen betreffen bloss dieMöglichkeit gewisser Veränderungen im kranken Körper; sprä-chen sie wirkliche Naturgesetze aus, so würden wir durchdieselben befähiget sein, die Notwendigkeit jener Verände-rungen einzusehen und sie vorher zu bestimmen; in welchemPunkte es aber um unser aller Meisterschaft wol etwas windigaussehen möchte.
Ein Beispiel mag dieses deutlich machen. Wir wissendurch vergleichende Beobachtungen, welche Organe mitleidlichdurch die Urerkrankung eines Organs können ergriffen werden.Wir wissen, dass jede mitleidliche Erkrankung eines Organszum Urleiden desselben sich umgestalten kann. Wir wissen,dass die Urerkrankung eines Organs sich mit einer Urerkran-kung des Gesammtorganismus mischen kann. Wir wissen, dassdie Urerkrankung eines Organs sich einzig durch mitleidlicheErkrankung anderer Organe offenbaren kann. Solche undähnliche Abzüge unserer Beobachtungen enthalten aber nichtsals ein blosses Können, nicht ein Müssen. Sprächen sieNaturgesetze aus, so würden wir befähiget sein, zu bestimmen:in den Körpern A. B. C., deren Leber urerkrankt ist, mussin A die Lunge, in B der Darmkanal, in G das Gehirn mit-leidlich erkranken. In dem Zeitpunkte X wird bei dem Aund B das Consensuelle noch consensuell sein, bei C aberwird in diesem Zeitpunkt das Consensuelle sich zum Urleidenumwandeln.
Obgleich aber die Abzüge unserer Beobachtungen nichtNaturgesetze aussprechen, so sind sie doch für den prakti-