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2 (1847)
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625
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Wenn ich aber sage, dass in solchen Besprechungen, oderTheorien, oder Heillehren, etwas Trugschlüssiges liege, so binich weit entfernt, dadurch zu behaupten, dass diejenigen, diedergleichen Gegenstände der Besprechung auf die Bahn bringen,es mit deutlichem Bewusstsein des darin liegenden Sophisti-schen und in der Absicht thun, die Köpfe der Aerzte zu ver-wirren, ich bin vielmehr überzeugt, dass sie sich selbst täu-schen. Gerade solche Behauptungen, in denen etwas verdecktTrugschlüssiges steckt, sind die Gegenstände, worüber mansich am meisten in der Medizin besprochen hat. Begreiflichkonnte man, wurde nicht das Sophistische klar aufgedeckt, bisin alle Ewigkeit für und wider zanken, ohne je aufs Reine zukommen. Darum sind auch die Gefechte der Aerzte nichtdurch die Niederlage des einen oder des anderen Theiles be-endiget, sondern die Parteien sind des Fechtens müde geworden,oder die Leser sind des Lesens müde geworden, und so istder Gegenstand veraltet und abgestorben.

Eine andere Einwendung, die man mir möglich machenkönnte, ist folgende.

Man könnte sagen: auch ich masse mir eine Kenntnissdes belebten Menschenleibes an. Ich achte genau auf dasMitgefühl der Organe unter einander, ich unterscheide selbst-ständige Organkrankheiten von mitleidlichen. Ich achte aufden Antagonismus, der zwischen den einzelnen Organen, undauf den, der zwischen dem Ganzen des Leibes und jedemEinzelorgane Statt habe. Das sei nicht bloss eine Kenntnissdes Organismus, die ich als Prunkstück zur Schau aushange,sondern ohne diese Kenntniss sei die Lehre, die ich bekenne,zwar nicht ganz unanwendbar, werde aber doch nur höchstunvollkommne praktische Ergebnisse liefern.

Auf diese Einwendung erwidere ich Folgendes. Dass diealten Geheimärzte diejenige Kenntniss des belebten Menschen-leibes, welche wir durch vergleichende Beobachtungen zu er-werben befähiget sind, nicht verwarfen, habe ich schon imersten Kapitel durch eine Stelle aus Hohenheims Schriften be-wiesen; ja ich bin selbst überzeugt, dass gerade die geheim-ärztliche Lehre den Arzt weit, weit besser, als die schulrechte,zum eigentlichen Naturbeobachter bildet. Man muss aber hier

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