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2 (1847)
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583
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wurf, der, als grosser Philosoph, so lange und so emsig indem Mikrokosmo gewühlt hat, dass er darüber den Makrokos-mum ganz vergessen.

Nun zu Lancisi. Bei ihm findet man (Tom. I pag. 2)den schlagendsten Beweis der Wahrheit dessen, was ich obengesagt; der Mann macht die ärztliche Ursachsucherei, ohne es

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im geringsten zu beabsichtigen, durch ein briefliches Gutachtenso lächerlich, dass selbst der strengste Widersacher der schul-rechten Kunst ihr nicht gehässiger zu Leibe gehen könnte.

Antonius Donarellus erzählt folgenden Fall. Ein kränk-licher 23jähriger Bauer ist beschäftiget, eine alte hohle Eicheauszurotten. Während der Arbeit siehet er eine grosse Schlangeaus der Höhle des Baumes schlüpfen, höret sie dreimahl zischenund fällt bewusstlos zur Erde. Da er wieder zu sich kommtund seine hülfreichen Freunde ihn nach Hause gebracht, be-kommt er Kopfschmerz, Schläfrigkeit, Erbrechen, Kälte deräusseren Theile, fällt abermahls in Ohnmacht und stirbt un-gefähr nach zwei Stunden. Donareil zu der Leiche gerufen,bemerkt, dass diese blaulich oder bleifarbig ist (lividum cadaverobservavi). Nun verlangt er von Lancisi zu wissen: ob derBauer bloss durch den Schrecken gestorben sei, welchen ihmder Anblick der Schlange verursacht, oder durch die giftigeAusdünstung derselben, welche durch Augen und Ohren inseinen Körper gedrungen, oder ob vielleicht der, der Schlangebeim Zischen entfahrene tödtliche Hauch ihn durch Nase undMund vergiftet habe.

Der Päpstliche Leibarzt behandelt den Gegenstand, wieman leicht denken kann, sehr gelehrt und sehr ernsthaft; erspricht sich ganz unumwunden für die Vergiftung aus. Be-greiflich muss er nun, als gelehrter Mann, sein Gutachtendurch Anführen mehrer Schriftsteller bekräftigen, die Giftigkeitder Schlangenausdünstung bestätigen. Unter den angeführtenbestätigenden Beobachtungen ist die des Gesner am merkwür-digsten; der soll nämlich in seinem Schlangenbuche (welchesich nicht gelesen) folgenden Fall erzählt haben. Ein Menschbadet einst in warmem Wasser und stirbt unmittelbar darauf.Was war nun die Ursache des Todes? — Nichts als puresSchlangengift, und zwar ein solch wundervoll durchdringendes