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2 (1847)
Entstehung
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582
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Mir kommt dieses nichts weniger als lächerlich vor; denn daich mir deutlich denke, dass, hinsichtlich der Wirkungsbe-stimmung der Schädlichkeiten, alle ärztliche Verstandesope-rationen auf einen Circulum in demonstrando hinauslaufen, meinKopf aber unmöglich anders geschaffen sein kann als die Köpfemeiner todten und lebendigen Kollegen, so bin ich der Mei-nung: alle Aerzte, welche sich diesen Circulum in demonstrando

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nicht deutlich denken, müssen doch als Verstandesmenschensich ihn dunkel denken, sie müssen (wie man zu sagen pflegt)ein Gefühl, eine Ahnung davon haben; und gerade dieses Ge-fühl, diese Ahnung des Sophistischen macht es, dass sie sojunkerhaft mit den sex rebus non naturalibus umspringen, sichwenig darum bekümmern, ob das, was sie jetzt davon be-haupten, ihren früheren Behauptungen widerspricht.

Nun will ich beim Schlüsse dieses Artikels, zur Ergetzungergetzbarer Leser , noch einen flüchtigen Blick auf die ältereLiteratur werfen, und zwei Männer vorführen, deren Namennicht, wie Nebelsterne, bloss von der papiernen Geschichteder Medizin vor dem Erlöschen bewahrt werden, sondern zweiMänner, deren Namen jedem, auch dem jüngsten und unbe-lesensten Arzte bekannt sind, nämlich Fernelius und Lancisi.

Erster sagt (Therap. univers. Lib. 1 Cap. 1 ) Folgendes:Quum iffitur omnium quae mundus habet medicina perspectas viresteneat, internoscatque salutaricr a pestiferis; haec quidem lonyepraevidet et declinat, illa consectatur et inquirit, et ita tempestiveudhibet, ut suis viribus exitiales alioqui morbos leniat faciatquesalutares, quos sola natura nunquam evicerit. — Ich sehe vor-aus, dass die jungen Hitzköpfe unter meinen Lesern hier ohneviele Umstände sagen werden: der Franzose ist trotz seinerBerühmtheit ein Narr, ein Tollhäusler, denn nur ein Toll-häusler kann behaupten, dass der Arzt die wohlthätige undfeindliche Wirkung alles dessen, was in der Welt ist, kenne,und dass diese Kenntniss ihn befähige, Krankheiten abzuwendenund tödtliche in heilsame umzuwandeln. — Ich bitte Euchaber, werthe Freunde! urtheilt nicht so lieblos über unserntodten französischen Kollegen. Ich gebe es zu, dass seineungemessene Prahlerei etwas läppisch ist; aber deshalb ist er,glaubt es mir, noch kein Tollhäusler, er ist bloss ein Maul-