Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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keinen Zweifel haben, weil entweder, früher oder später, dieApoplexie wiederkehrte, oder weil, ohne Wiederkehr derselben,ein allmähliger Verfall des Organismus dem Leben ein Endemachte. Uebrigens spreche ich bloss von dem, was ich selbsterfahren. Ohne es jedoch selbst beobachtet zu haben, seheich leicht ein, dass Apoplexie eben so gut eine im Gehirnvorwaltende Eisen -, oder Salpeteraffektion sein kann, und dassman dann weder die eine, noch die andere durch Kupfer wirdheilen können. So viel ich Eisenkrankheiten im Allgemeinenkennen gelernt, muss ich urtheilen, dass bei einer Eisenapo-plexie am ersten Blutextravasate und andere von dem Ein-dringen des Blutes in die feineren Gehirngefässe abhängendeStörungen zu erwarten sind. Begreiflich wird man diese Stö-rungen durch Blutentziehung nicht vermindern, sondern ver-mehren und in den meisten Fällen tödtlicli machen.

Wenn zu chronischen, meiner Kunst unheilbaren Bauch-leiden, diese mögen von Verhärtungen, oder Steinen abhangen,sich Apoplexie mit Lähmung gesellet, so gebe ich den Krankenverloren. Auch wenn sie sich zu chronischen Gehirnleidengesellet, siehet es misslich aus, denn diese Leiden hangenentweder von alten erworbenen Bildungsfehlern des Gehirnsab, und darauf weiss ich keinen Rath, oder sie rühren vonepidemischen Einflüssen her, und dann sind sie, sobald sieeingewurzelt, auch übel zu heben; jedoch so lange das höchstverdächtige, anhaltende Erbrechen nicht dabei ist, darf manden Muth nicht sinken lassen. Begreiflich können solcheApoplexien nur durch Gehirnmittel geheilt werden, denn siebestehen in einer Urgeliirnkrankheit. Ich rathe aber jedemArzte, auch in den Fällen, wo das anhaltende Erbrechen nochnicht erschienen, vorsichtig in seinen Versprechungen zu sein,denn dem von epidemischen Einflüssen herrührenden veraltetenund schon eingewurzelten Gehirnleiden ist gar nicht zu trauen.Einen bemerkenswerthen, aber tödtliehen Fall beobachtete icheinst. Eine junge Frau, welche zur Zeit, da hier Gehirnleidenlandgängig, während ihrer Schwangerschaft viel Kopfschmerzund Schwindel gehabt, auch einen gewissen Grad von Unwohl-sein gespüret, alles aber der Schwangerschaft zugeschrieben,wurde leicht entbunden; ihr Kopf blieb aber nach der Ent-