Druckschrift 
2 (1847)
Entstehung
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von den vorkommenden Krankheiten stehen, schien es mirzweckmässig, meine wirklich merkwürdigen bestätigenden Beob-achtungen über die Heilwirkung des kubischen Salpeters, nebstden Beobachtungen über die Nichtwirkung desselben beimgastrischen Fieber, einigen Aerzten mitzutheilen. Unter die-sen war mein ärztlicher Freund Herr Kreisphysicus von Velsenin Cleve, der auch hernach diesen Gegenstand in Horns Archivzur Oeffentliclikeit gebracht, und vorzüglich mein ehemaligerLehrer, der Staatsrath Hufeland. Diesem überschickte ich, nachvorläufiger Anfrage, schriftlich und ausführlich meine damahli-gen Erfahrungen, damit er sie privatim einigen verständigenHeilkünstlern bekannt machen möchte; ausdrücklich jedoch ihnbittend, meine Mittheilung nicht in seinem Journale zur Oeffent-liclikeit zu bringen. Abgesehen davon, dass jene Schreibereimehr ein Postscenium, practicwm als eine ordentliche journal-rechte Abhandlung war, glaubte ich, eine voreilige Bekannt-machung meiner unvollkommnen, durch vergleichende Beob-achtung nicht geläuterten, durch die Zeit nicht gereiftenErfahrungen, könne der Kunst wenig frommen.

Damahls schrieb ich aber dem St. R. H. etwas verwegen,ich wolle selbst die Sache genau untersuchen. Ach! wie ofthabe ich hintennach über meinen kecken Muth lächeln müssen,wie oft an des Horaz Spruch gedacht: Prudens futuri temporisexitum caliyinosa nocte premit Dens. Hätte ich die unsäglicheMühe gekannt, welche mir diese Untersuchung machen würde,hätte ich begriffen, dass ich mich von der schulgerechten Kunstscheiden, dass ich die in meinem Kopfe festgewurzelten krank-heits- und heilmittellehrigen Kategorien ausreuten, dass ichdie langweiligen, dunklen Schriften der Geheimärzte nur zuoft danklos durchstöbern miisste, wahrhaftig! ich glaube nim-mer, dass ich das Unternehmen begonnen hätte.

Damahls hatte ich noch nicht die Schriften der Iatroche-miker gelesen. Paracelsiis und Helmont hatte ich früher blossaus Neugierde einmahl durchlaufen, wie ich auch den Schwe-denborg und Jacob Böm durchlaufen habe. Durch solche flüch-tige, stückweise, wählische Leserei bekommt man aber nureinen sehr verworrenen Begriff von den Eigentümlichkeitender Schriftsteller.