Print 
1 (1814)
Place and Date of Creation
Page
424
URN (Page)
  
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
 

4?4 - Mutterharz,

heimisch ist. Die Einwohner sammeln es aufdie nämliche Art, wie den Mohnsaft. Nach derArt, wie man es einsammelt, ist es bald reiner(in granis ) bald unreiner ( in matsis ). Je weifserup<J durchsichtiger es ist, desto besser ist es. Pasgewöhnliche Mutterharz in unsern Apotheken be-stellt aus harzigen Klumpen von gelbbrauner^Farbe, mit untermengten weifseq Stücken. DerGeruch ist widrig, betäubend, entfernt dem Asantähnlich; der Geschmack brennend, unangenehmprickelnd und bleibt lange auf der Zunge. I»Rücksicht auf seine Wirkungsart steht es zwischendem Amoniakharz und dem Asant. Es reizt, löstsehr kräftig auf und wirkt stark auf die Nerven.Als auflösendes Mittel steht es «lern Amoniakharznach, als Nervenmittel geht es ihm vor; als rei-zendes Nervenmittel steht es dem Asant nach,als besänftigendes ihm vor» Am besten giebtman es in Pillenform, mit Seife, bittern Extrak-ten , andern Nervenmitteln etc- doch lälst es sichauch mit arabischem Gummi, Eidotter, Altheesy-rup u. dgl, gut auflösen. Andere Autlösungsmit^tet, Weinessig, Weingeist etc.. wirken picht ganzftuf dasselbe.

Wenn man dieses Harz brauchen will: sadürfen nicht allzu starke Verstopfungen in denEingeweiden, keine yvahre, beträchtliche Vollblii-tigkeit, kein Fieber, ja nicht einmal füglich eingeschwinder, gereizter Puls vorhanden seyn. Manbedient sich desselben hauptsächlich in folgendenKrankheiten ?

») in mangelndev Menstruation, wenr\frägQ Oirl\u!ation im Unterleibe, daher entstethende ?älie SäftQ» Schleimanhyuf'urig, §chlaffln il:

und