Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
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397
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Ferrum, 397

7) Wassersucht. Diefs ist eine Krank»heit, in welcher überhaupt stärkende Mittel, unddarunter besonders Eisen nützlich ist. liru^t-und Hirnwassersucht ausgenommen, wird man,ohnerachtet der trefflichen Winke von Richterüber die Vertilgung der vorhandenen Reize, beyWassersucht nie ohne stärkende Mittel auskom-men. Man hat Wassersuchten, die allein vonSchwäche und Unthätigkeit des Körpers herrüh-ren, z. ß. bey chlorotischen Mädchen. Hierschreitet man nach gelinde auflösenden , einschnei-denden , bittern Mitteln, bald zum Eisen. Eb nso nutzt das Eisen bey derjenigen Wassersucht,welche nach starkem Verlust von Blut oder an-dern Feuchtigkeiten, auch nach sehr entkräften-den Durchfällen entstanden ist. Überhaupt nutztder frühe Gebrauch des Eisens bey allen schnellentstandenen, oder nicht mit Verstopfungen inden Eingeweiden verbundenen Wassersüchten.So dient Eisen Ley Wasser suchten nach zurück-gebliebenen Scharlach - Krätz - FJechtengifte, zu-mal bey zärtlicher sanguinischer und phlegmati-scher Konstitution. So zeigt sich Eisen in derje-nigen Wassersucht hülfreich, welche sich beyWein- und ßranntweintrinkern einfindet, wennsie des Guten zu viel thun. Beendigt und beschlos-sen mufs jede Kur der Wassersucht mit Eisenwerden, wenn man sich vor Ilecidiv^en sicherstellen will. Hey jeder Wassersucht, sagt Len-tin, könne man Nutzen vom Eisen erwarten,wenn die Geschwulst so weit abgenommen habe,dafs man die Schienbeinröhren durchaus fühlenkönne; besonders auch, wenn eine gewisse Schwä-che des Magens und der Gedärme Anlal's und Ne-ben-