Zincum,
und Wismuthhalch als Brechmittel brauchen, wenner wollte.
loh sehe also Jen Zinkkalch für ein starkund unangenehm reizendes Mittel an, welchemaber, um es fiir ein stärkendes zu halten, diaHaupteigenschaft felilt, dafs es nicht angenehmauf die belebenden Kräfte des menschlichen Kör-pers , auf die Nervenkraft, Erregbarkeit, oder wieman sie nennen und sich denken will, wirkt, sienicht vermehrt und stärkt, sondern gewaltsam auf-regt, verstärkt und in unmittelbarer Folge deprimirt.
Man kann sich daher leicht selbst abziehen,in welchen Krankheiten und fiir welche Konsti-tutionen der Zinkkalch mit Nutzen zu geben sey.Wir nennen von Krankheiten jetzt keine, und be-schreiben nur den Zustand im Allgemeinen! Ei-gentlich mögen es wohl unempfindliche, nicht be-wegliche Nerven , schlaffe , reizlose Muskeln, wei-che , schleimreiche Körper, phlegmatische Konsti-tutionen seyn, welchen er am angemessenstenwäre. Entzündungsartige Beschaffenheit, stheni-sche Diathesis, fester Muskelbau (wobey »na«doch nach meiner Meynung Konvulsionär wer-den kann), Fieberzustand machen eigentlich we-niger eine Gegenanzeige gegen den Zinlfkalch, alswahre, reine, eigentliche Schwäche, direkt asthe-nischer Zustand, kleiner, zitternder Puls. Durch-aus siebt man ihn nicht bey sehr geschwächtem,angegriffenem Körper, Verblutungen efc.
Man kann alsdann allerley, sowohl stärKende,als schwächende Arzneien zu dem Ztnkkalche mi-schen, ohne dafs man sich gerade lächerlich macht,oder die Y\ irknngen desselben ganz zerstört. Nurmul\ es mit einer gewisseriDiskretion geschehen. VorSäuren, sauren Mittelsalzen, Weinsteinrahm $t c .
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