io 86 Valeriana.
<lem flüchtigen Princip verjohren, in -wefcheindas eigentliche Wirksame dieses Mittels enthal-ten jst.
Dieser flüchtige Bestandtheil ist es nämlich,welcher eine so grofse Kraft auf die krankhaft ver-änderten Nerven des menschlichen Körpers äufsert.Der Baldrian ist eins unserer flüchtigsten undwirksamsten Reiz- und Stärkungsmittel. Er hebtdie zu sc hwache Erregung, mindert die krank-haft erhöhte, extensiv vermehrte Nervenempfind-lichkeit und Erregbarheit, belebt aber auch die-selbe, wenn sie auf der andern Seite, intensiv zuschwach, den mächtig angehäuften Reizen zu wi-derstehn nicht im Stande ist. Er starbt die.Ner-ven, macht einen Süchtigen, bald vorüber gellen-den Reiz auf das empfindende und bewegendeSystem, dient bev eigentlicher und uneigentlicherSchwäche. Er hebt den Puls, vermehrt die Wär-ine, befördert alle Absonderungen; vorzüglich gehtdie Tendenz seiner Wirksamkeit nach der Haut.
Man giebt ihn in alle« Krankheiten vonSchwäche, wo schnell und stark und allgemeinzu reizen und zu stärken ist, wo der Puls kleinund weich oder gespannt, zusammengezogen,die Haut blafs und kalt, die Empfindung vermin-dert, die Beweglichkeit entweder gehemmt oderkrankhaft erhöht, der Kopf wüste, die Respira-tion verändert, klein und schnell, oder seufzend. und zu langsam, die Augen trübe und matt, derUrin blafs und dünn, mit einem Worte, ein wah-rer oder scheinbarer Mangel an Lebenskraft zu-gegen ist. Die scheinbar mangelnde Energie undThätigkeit des lebenden Organismus darf nur
i nicht