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Uvft ursi.
Auch in Krankheiten der benachbarten Wege,besonders im Fluor albus, und gegen habituelle,entkräftende Pollutionen, ist sie empfohlen, undvielfältig mit Nutzen angewandt worden. Weni-ger günstige Resultate lieferten die Erfahrungeniiber ihren Gebrauch in eiternder und schleimi-ger Lungenschwindsucht, und andern Krankhei-ten der Respirationswerkzeuge ■ in denen über-haupt die adstringireriden Mittel nur selten an-wendbar sind.
Wo man die Bärentraube giebt, selbst wennman sie nur als Palliativmittel betrachtet, mufses anhaltend und in den möglichst gröfstenDosen geschehen. IVJan kann sie in Pulverform,fiir sich allein oder mit andern schicklichen Mit-teln verbunden, zu fünfzehn Gran bis zu einerDrachme auf einmal, geben. Da sie aber keineflüchtigen Bestandtheile enthält, diese auch alleim Wasser auflöslich sind, so ist das Dekokt vor-zuziehen , das man möglichst concentrirt machenläfst. Mit metallischen Präparaten darf man sieso wenig als mit ätzenden Alkalien vermischen,weil beide ihre Mischung verändern. Aus der-selben Ursache ist der Vorschlag, einen Aufgufsderselben mit Kalkwasser zu bereiten, nicht an-wendbar.
Aufserlich könnte sie als Injection gegendieselben Krankheiten mit Nutzen angewandt wer-den, doch sind mir noch keine Fälle bekannt 4wo dieses bereits geschehen wäre.
Valeriana.