Bärentraube.
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was sie unmöglich leisten tonnte, clafs man ihraber deswegen ihren wahren Nutzen keineswegesabläugnen darf. So war es ohne Zweifel etwasübertrieben, wenn man in ihr ein allgemeinessteinauflösendes Mittel zu finden glaubte, da siedoch nur dann die Steinerzeugtng in den Urin-wegen hindern kann , wenn diese in Erschlaffungund übermäfsiger Schleimabsr nderung dieser Theiieihren Grund hat; nie aber diese Krankheit radi-cal zu heilen vermag, wenn eine allgemeine An-lage dazif im Körper statt findet, und noch we-niger die Eigenschaft besitzt, schon vorhandeneSteine aufzulösen. Daher 1 issen sich die verschie-denartigen Erfahrungen der Ärzte erklären, vondenen einige die Bärentraube bey Steinbeschwer-den sehr hülfreich, andere , worunter auch H u-1 e 1 a n d , ganz unwirksam fanden.
Mit mehrerem glücklichen Erfolge ist sie da-gegen in verschiedenen andern Krankheiten derUrin Werkzeuge, denen Erschlaffung und Schwä-che derselben zum Grunde liegt, gebraucht wor-den; vorzüglich bei Lähmungen derselben, unddaher rührender Verhaltung, schmerzhaftem, oderunwillkührlichem Abgänge des Urins, bei chroni»sehen asthenischen Entzündungen, Geschwürender Nieren und der Harnblase, Blut- und Schleim-fliissen derselben. Nur mufs man da vorsichtigmit diesem Mittel umgehen, wo grofse Empfind-lichkeit, wahre Entzündung, oder ein krampfhaf-ter Zustand in diesen Theilen statt findet, wosie dann nur die Spannung , den Krampf und dieSchmerzen vermehrt, ja zuweilen, wo sie schonverschwunden zu seyn schienen, wieder zurück-ruft.
Auch