Färberröthe.
Ärzten, welche sie in dieser Krankheit empfah-len, will ich Glisson, Levret und Mellinnennen. Man soll, sie nur lange genug fortsetzen.Levret fordert mehrere Monate zu einer sol-chen Kur. Mir schien sie ganz unwirksam zuseyn.
2) In Verhaltung der Menstruationund daher entstandenen Bleichsucht. Herzgiebt sie, wo die Menstruation zwar zugegen,aber zu sparsam oder unterbrochen flielsend, ausSchwäche und Kachexie ist. Home gab das Pul»ver des Tags viermal, von einem halben bis gan-zen Quentchen. Marx und Vogler rühmen siemit Schwefelblumen. Der Letzte giebt unterdem Titel eines bluttreibenden Pulvers ( Pulvishaeruagogits) eine Mischung von Färberröthe, Dop-pelsalz und Schwefel, manchmal auch wohl mitSalpeter. Tliilenius liifst einen Thee von Bit-terklee und Färberröthe trinken, wenn sich Skro-?feischärfe mit einmischt. Seile hat sie in ver-schiedenen Fällen unwirksam gefunden. Ich habedie Färberröthe gegeben, wenn sich hey Bleich-sucht viele Nervenunordnung, Orgasmus, Tu-mult in dem Nervensysteme zeigen. Die Erreg-barkeit ist dann so widernatürlich in Activitätgesetzt und vermehrt, dafs man nur durch sehrblande Mittel auf sie zu wirken suchen mufs.
Äufserlich hat sie Kämpf häufig zu Vis-?ceralklystiren genommen, wenn Menstruationsbe-schwerden vorwalteten, oder, wie er sagt, dieGebärmutter infarcirt ist.
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