Druckschrift 
2 (1818)
Entstehung
Seite
634
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

634

Tussilago.

zu vergleichen wäre. Der Geschmack desselben istwirklich dintenhaft oder eisenhaltig; er ist herbe,zusammenziehend, färbt den Speichel. Die Blätterseibat werden bei anhaltendem liegen Schwarz, undgeben einen schwarzen Absud. Geruch besitzt diePflanze nicht.

IVlan läfst eine Unze mit anderthalb Pfund Was-ser zu einem halben Pfund Kolatur einkochen.

Ich halte dafür, dafs wir an dem Huflattig einsehr vorzügliches, zwar gelindes, aber desto allgemei-ner anwendbares Stärkungsmittel haben, was vor-züglich auf die Muskelfasern wirkt, sie zusammen-zieht, und also mit Nutzen zu geben ist, wo Schwä-che, Schlaffheit, Beweglichkeit in den festen Theilenzu heben, gelinde zusammen zu ziehen und zu stär-ken ist. Ich verbinde ihn mit isländischem Moose,mit China, bittern Mitteln, SchSafgarbe, Gunder-mann, Eisen etc. Vermeiden mufs man ihn bei Ent-zündung, langwieriger und beträchtlicher Versto-pfung und Verhärtung der Driise/i, unreinem Unter-leibe. Am meisten habe ich ihn in folgenden Krank-heiten gebraucht:

i) In skrofulösen Übeln, es mögen nun ein-zelne Drüsen oder das ganze System leiden. Ich habevielen skrofulösen Kindern mit dicken Leibern, blas-sen, grünlichten Gesichtern, übler Verdauung und.Leibesöffnung, schwärenden Augen etc. einen Absudvon Huflattig mit Nutzen nehmen lassen. Füllerempfahl sie zu diesem Behufe schon. Unter denneuem Ärzten sind besonders C u 11 e n und Meyerzu nennen. Cullen, welcher nicht leicht ein Mit-tel lobt oder empfiehlt, sagt doch ausdrücklich, dafsihm der Absud, noch mehr aber der frisch aus-gepreiste Saft der Blätter wirklichen Nutzen geleistet

habe.