Salzsaure Schwererde. 625
4) Hautkrankheiten. Unter dem Chao3von Mitteln, welche man gegen chronische Hatit-Jirankheiten empfohlen hat, befindet sich auch dieSchwererde. So lange man noch Keine gesündereoder gründlichere Theorie von dieser Kranfcheits-hlasse hat: so lange mufs man freilich jedes nurirgends vernünftige Mittel empirisch gegen dieselbenversuchen. Aber eben deshalb werden auch diemeisten Heilmittel gegen Hautübel unsicher und un-gewifs seyn und lange noch so bleiben. So ist z. B.die Schwererde von vielen Ärzten wirksam, von vie-len unwirksam befunden worden. Mich hat sie inhartnackigen Übeln verlassen, in leichten habe ichsie nicht angewandt. Ich weifs aber, dafs sie mit-unter sogar gegen leichte Fiechtenübel nichts gehol-fen hat.
Gegen den Kopfgrind schnell wachsender Kin-der, wo der Grund des (Jbels in überflüssiger Lym-phe bei schwachen, festen Theilen zu suchen ist,habe ich sie mehrmals wirksam befunden.
Ein Mann, welcher Jahre lang an einer Ele-phantiasis krank lag, hat unter andern Mittelnauch die Schwererde Monate lang, aber fruchtlos,genommen. Gesönius hatte sie einem ähnlichenKranken mit Nutzen gegeben.
Äufserlich hat man sie in Hautkrankheitenangewendet. Man mischt sie mit Pomaden, odervmter Wasser. Ich glaube, dafs sie sehr wirksamist; nur hält bis jetzt der hohe Preifs v v on öftererAnwendung zurück.
Jahn, Mai. med. Ü. Tfoi
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