Druckschrift 
2 (1818)
Entstehung
Seite
623
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Salzsaure Schwererde. 6a S

skrofulöse Konstitution zu tilgen im Stande sey,wenn diefs überhaupt möglich sey, und dals es unterandern zur Neutralisirung des Skrofelgiftes diene.Das letzte aber -— bei aller Verehrung für II u £e-land, sey es mir erlaubt, das zu sagen —• halteichfür unnöthig, und das erste nur bei geringem Übelfür möglich. Die skrofulöse Krankheit in ihrer höch-sten Stärke heilt die Schwererde selten oder nicht.Ein Judenjunge litt an allgemeiner Skrefelkrankheit;alle Drüsen konnte man bestimmt fühlen. Er nahmdie Schwererde sechs Wochen lang, die Krankheitlitt gar keine Abänderung. — Ein Mädchen hattesolche Verhärtungen im Gekröse, dafs man siebe'stimmt fühlen konnte. Sie brauchte dieses Mittel,bis sie vor Schwindel, Zittern, Ubelseyn Schlechter-dings nicht mehr zur Fortsetzung zu bewegen war.Flüchtige Anschwellung der Drüsen (Scrofula fugax)mag daher das gewesen seyn, was Thuess ink invierzehn Tagen damit zerth eilte. Leichte skrofulöseBeschwerden heilt die Schwererde gut und schnell.Sie nutzt, wo nichts als Schlaffheit im ganzen Habi-tus, blasses, wuisrichtes Aussehen, Frösteln, Aufblä-hen, dünne, feine Haut mit zarter Rothe auf denWangen, unrichtige Leibesöffiiung, Eisbegierde nachBrod, Mehl- und kalten Speisen, dünner, blasserUrin, kleiner weicher Puls, abwechselnde Geschwulsfder Lippe und Halsdriisen, fliel'sende Nase und ent-zündete Augen zugegen sind. Skrofulöse Augenent-zündungen, chronisches Schwären der Augen ran der.Zusammenkleben in der Nacht, habe ich durchinnern Gebrauch der Schwererde mit Salben vonQuecksilber, Tutia und Mohnsaft oft und schnellgeheilt. Anhebende Atrophie, d. i. Verschleiinungund Verstopfung der Gekrösdrüsen, heilt die Schwer-erde ,