Druckschrift 
2 (1818)
Entstehung
Seite
570
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Sulfur.

Man Iafst ihn dann mit Succns Liquiritiae zu Pillenmachen, und so gebrauchen, dafs früh und Abendsjedesmal ein Skrupel eingenommen wird. ^

Hepar snl furis salinum, Potassinurh sulfur cdum,liali sutfuratum, Sulfur potassae, Sapo sulfur eus>alkalische Schwefe lieber, S c h w e f e 1 k a 1 i,eine Verbindung des feuerbeständigen Laugensalzesmit Schwefel. iVIan bedient sich desselben nur sel-ten als 'eines starb und unangenehm reizenden, che-misch wirkenden Mittels. Man mufs sich hüten,dasselbe bei zärtlichen, schwächlichen, fieberhaftenKranken anzuwenden. Die Verdauung leidet da-durch ungemein, das Nervensystem wird im Allge-meinen unangenehm afflcirt, der Darmkanal zu sehrmit hepatischer Luft angefüllt. Man giebt dasselbein Pulver, oder aufgelöst in Wasser. Man läfst einehalbe bis ganze Quente in vier, sechs Unzen Wasserauflösen, und Löffelweise davon nehmen. So vielmöglich mufs das Mittel frisch bereitet seyn.

Man giebt es am meisten in folgenden Krank-heiten :

1) Bei rebellischen Hautkranhheiten,wo der gemeine oder gereinigte Schwefel zu wenigPenetrabilität und Flüchtigkeit besitzt, auch von demLaugensalze etwas zu erwarten ist. Ich habe es mitM ö n c h verschiedentlich angewandt. Schade nur,dafs man nicht lange genug mit diesem IVirttel fort-fahren kann!

2) Gegen Gifte metallischer Art, Sublirtiat, Ar-senik, Kupfer, Blei, ist die Schwefelleber eins derwirksamsten Mittel, wenn das Gift nicht alsbaldnach dem Genüsse durch Brechen und Laxiren weg-geschafft werden kann. Ich lese, dafs man sie mitNutzen gegen einen Ausschlag gegeben hat, welcher

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