37<> Rubia tinctorum. Färberröthe.
Knochen färbend wirke : so müsse sie auch derwahren Ursache der englischen Krankheit entgegenwirken. Unter andern Ärzten, welche sie in dieserKrankheit empfahlen, will ich Glisson, Levretund Mellin nennen. Man soll sie nur lange genugfortsetzen. Levret fordert mehrere Monate zueiner solchen Kur. Mir schien sie °anz unwirksamzu seyn, und auch andere, neuere Ärzte sahen da-von keine bedeutenden Wirkungen. — Man hathernach auch Gelegenheit genommen, sie in der Pä-darthrocace, beim Knochenfrafs, und bei chronischerGicht zu empfehlen, allein hier hat sich ihr Nutze»noch weniger bestätigt.
2) In Verhaltung der Menstruation unddaher entstandener Bleichsucht. Herz giebtsie, wo die Menstruation zwar zugegen, aber zusparsam oder unterbrochen fliefsend, aus Schwächeund Fyachexie ist. Home gab das Pulver des Tagsviermal, von einem halben bis ganzen Quentchen.Marx und Yogi er rühmen sie mit Schwefelblu-men. Der Letzte giebt unter dem Titel eines blut-treibenden Pulvers C Pulvis haenw^ooiis) eine Mi-schung von Färberröthe, Doppelsalz und Schwefel,manchmal auch wohl mit Salpeter. Tliileniusläfat einen Thee von Bitterklee und Färberröthe trin-ken, wenn sich Skrofelschärfe mit einmischt. Seilehat sie in verschiedenen Fällen unwirksam gefunden.Ich habe die Färberröthe gegeben, w r enn sich beiBleichsucht viele Nervenunordnung, Orgasmus, Tu-mult in dem Nervensysteme zeigen. Die Erregbar-keit ist dann so widernatürlich in Activität gesetztund vermehrt, dafs man nur durch sehr blande Mit-tel auf sie zu wirken suchen mufe.
Ä11 fser»