Quassie.
hypochondrische, schwächliche oder geschwächtePersonen, Weiber und Kinder befallen, oder mit An-zeigen von widernatürlicher Empfindlichheit undGereiztheit des Unterleibes eintreten. Die Chinawirkt dann oft zu heroisch. Wenig China mit vielerQuassie verbunden, wirkt gewöhnlich besser. Lett-s o in hat Fälle von indirekter Schwäche, intermit-tirende Fieber bei starken Trinkern, angeführt, woChina mit Beschwerde, Quassie mit Leichtigkeit er-tragen ward. Andere haben sie bei Wechselfiebernmit heftigen Anfällen von Brechen oder Durchfallegerühmt. Ich habe einmal ein ähnliches Beispiel,ein Wechselfieber mit Anfällen von Gallenruhr, beieinem I-Iypochondristen gesehen, wo die China an-fänglich jedesmal Angst, Honstriktion, Erbrechenund Durchfall verursachte. Ein Quassiendekokt be-sänftigte den gereizten Unterleib so, dafs in kurzemauch das Fieber bezwungen werden konnte.
2) In anhaltenden Fiebern, wenn sie zud erjenigen Klasse gehören, die von Seile unter demNamen unordentlicher Fieber (Febres errciticae) ver-zeichnet werden, d. h. wenn sie mit unbestimmtemTypus, undeutlichen Remissionen und Exacerbatio-nen, mit besonderer Schwäche und Reizbarkeit, odermit unordentlichen Wirkungen des Nervensystemseintreten. Am häufigsten finden sich diese ominö'-sen Umstände bei Nerven - Schleim - und entzündli-chen Faulfiebern ein. Es ist hierbei eine Anlage zuallgemeiner asthenischen Entzündlichkeit vorhanden,aus welcher jene widersprechenden Symptomen her-zuleiten sind. Man kann in diesen Fiebern die Quas-sie zur Basis aller Mittel machen, welche man giebt.Sie wirkt milder und folglich wohlthätiger, -auch beider grofsten Nervenverstimmung, als andere ähnli-che