Blei.
321
Praktiker, brauchte ihn nicht selten Lei innernVereiterungen, z. B. Lungensuchten, BIasen°e-schwiiren, Trippern etc. Auch wendete ihn Ejtt-miiller hei nervenkranken Personen, Melan-cholischen, Hysterischen etc. an; eine Klasse vonKrankheiten, in denen er erst vor kurzem wiedervon Saxtorph empfohlen worden ist. Saxtorphgab einen Viertelsgran täglich einigemal gegen epi-leptische und andere krampfhafte Zufälle. Krampbrauchte ihn beim krampfichten beschwerlichenSchlingen mit Nutzen. Ich habe damit nie einenVersuch gemacht, und überhaupt mufs ich hier wie-tTer auf alles, was oben vom Blei im Allgemeinengesagt worden ist, verweisen. Bei Schwindsüch-ten habe ich ihn einigemale von einem Empirikerbrauchen sehen, und diefs ist es, was mich veranlafsthat, von diesem Mittel hier noch etwas anzugeben.Der eine Kranke war ein junger Mann, welchernach häufigen Lungenbhitstürzen endlich in eineeiternde Lungensucht fiel. Alle Mittel, von derMyrrhe bis zum Asphaltole, waren umsonst ange-ivandt. Er hustete immer stärker, warf immermehr aus, zehrte mehr ah, schwitzte entsetzlich,tlie Füfse liefen ihm an. Er brauchte endlich Haus-und andere Mittel. Ein Mann gab ihm einen Theevon vielerlei Kräutern, unter andern Schafgarbe,Gundermann, Waldmeister etc., und Tropfen, wel-che, nach dem siifsliclitherben Geschmacke zu ur-theilen, durchaus einen Bleigehalt haben inufsten.Er nahm anfangs wenige, allmählig aber immermehrere ein, und der Mann genafs wirklich bis aufeinen trocknen Husten, welchen er noch lange be-hielt. — So weifs ich noch ein Beispiel! Ich glau-be, bei solchen Umständen, wie diese waren, vpnJahn, Mat, med, II. Th X * wel*