Plumbum,
selbst die zinnernen, wenn sie einen starken Zusatzvon Blei haben. Durch Schnupftabali, der in bleier-nen Büchsen aufbewahrt wird, hat man ebenfallsVergiftung bemerkt. So ist auch ein Beispiel bekannt,wo in einer Tabaksfabrik dem spanischen Tabak im-mer eine gewisse Quantität Mennige zugesetzt wur-de, um ihm eine schönere Farbe, und gröfseres Ge-wicht zu geben. Noch zahlreicher und bekanntersind die Beispiele von Vergiftung durch Wein, demgesvissenlose Weinhändler durcli Zusatz yon Blei-zucker oder Silberglätte einen siil'sen Geschmack zugeben suchten. Auch vom Rübol ist diese Vergiftung,wenigstens durch Aufbewahrung in bleiernen Gefä-fsen, bekannt, indem man dabei die Absicht hafte,ihm den Geschmack des Baumöls oder Mandelöls zugeben. Auch von zufälligen Vergiftungen durch Blei-präparate, die man oft wegen ihrer ganz verschiede-nen Namen nicht einmal dafür hält, z. B. weifseScljminke, Schieferweifs, Massicot, Silberglätte, Gold-glätte, weifses Email, Flintglas der Engländer, Jung-fernmüch, versüfsende Weintinktur (ein betrügeri-sches Mittel, und eigentlich blofse Bleiglätte) u. s. w.,kennt man Beispiele. De la Valiere erzählt sogar,dafs man einen Backofen mit Holz heitzte, das mitBleiglätte gefärbt war, und neun Personen, die vondem darin gebackenen Brode al'sen, davon Bleikolikbekamen. Und endlich ist es auch erwiesen, dafsabsichtliche Vergiftungen, besonders mit Bleizucker,vorgefallen sind, wenigstens bestand daraus das unterdem Namen Poudre de Succession bekannte Gift.
Die Zufälle der Bleivergiftung sind, wenn nurwenig davon auf einmal in den Leib kömmt, an-fangs beinahe unmerklich, ab.3' eb?n dadurch um sotäuschender, weil sie allmählig zunehmen, und erst
dann