Mohnsaft»
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iVlagen für das Poversdie Pulver zu empfindlich istund dasselbe zu oft wegbricht.
3) Bei den Pocken uAd andern Kinder-krankheiten verdient das flüssige Laudanum denVorzug vor dem reinen Mohnsafte, auch besondersdarum, weil man es bei weitem leichter beibringen,
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ieichter mit andern angezeigten Mitteln, z. B. demEssigsalmiak etc. mischen und es in so kleine Dosenvertheilen kann. Das Letzte ist von nicht geringerBedeutung! Kinder vertragen Opiatmittel sehr gut;aber schon eine kleine Gabe macht einen verhältnifs-mäfsig grofsen Effekt. Man mufs daher erstaunlichbehutsam in den Dosen bei denselben seyn. Ich habe»Kinder von 6 Wochen auf einen Tropfen Laudanumzehn Stunden schlafen sehen. Man mufs folglichsehr getheilte Gahen reichen, wenn man nicht inunangenehme Verlegenheit damit kommen will,
4) Bei Krämpfen, wegen der leichtern Appli-kation. Man mufs manchmal alle Mühe anwenden,die Kranken zum Schlingen zu bringen, auch wokein Krampf im Schlünde zugegen ist. Es ist einSymptom, welches • den Krampfkrankheiten sehreigen ist, dal's die Kranken einen grolsen Abscheuvor allen Flüssigkeiten haben. Zehn, zwanzig Tro-pfen Laudanum lassen sich am ersten einzwingen.Auch kann man das Laudanum leicht mit den an-dern angezeigten Krampfmitteln verbinden, z. B.mit Hirschhorngeist, mit Hallerschem Sauer etc.Ich gebe in vielen Fallen folgende Mischung:
JJ;, Essentiae valei-ianae.
Naphthae aceti.
Laudani iiquidi, ää.
M. S. Dreifsig Tropfen auf einmal.
Jahn, Älat. med. II. Th. S Rusll