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2 (1818)
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SO 2

Opium'.

erfahren. Von beiden Arten soll es Pflanzen geben,welche eine Hohe von 4° Fufs erreichen und derenKöpfe bis zwei Pfund Flüssigkeit enthalten. DiesePllanzen werden aufgeritzt und geben dann eine mil-chichte Feuchtigkeit von sich, welche an der Lufterhärtet und das reinste Opium abgiebt. Eineschlechtere Sorte wird durch das Auskochen derganzen Pflanze erhalten. Und selbst dieses schlech-tere Opium wird manchmal noch mit andern P/Ian-zensäften verfälscht. Ganz reines Opium kömmtwahrscheinlich zu uns gar nicht, sondern was wirunter diesen Nanien erhalten, ist der JYiilchsaft, mitdem Extrakt der ganzen zerquetschten Pflanze vex-misiht. Das beste wurde sonst in der Gegend vonTheben (opium thebaicum) verfertigt. Jetzt bemerktman keinen beträchtlichen Unterschied in den ver-schiedenen Sorten. Wir bekommen meistens grofse,braune Klumpen oder kuchenförmige Massen zu ei-nem und mehreren Pfunden von demselben, welchetrocken und ziemlich hart sind, einen starken, be-täubenden, schweren Geruch, und bitter scharfenGeschmack besitzen.

Das beste Opium mufs gelblicht oder lichtbraunroth, schwer, dicht, glänzend im Bruche, aber nichtdurchscheinend, etwas zähe, in der Wärme, oderschon in der hohlen Iland, dehnbar weich, durch-dringend von Gerüche seyn, angefeuchtet hellbraunabfärben, und mit Speichel gerieben, sich in einenhellbräunlichen, ins Grünliche spielenden Schäumauflösen. Das unächte Opium dagegen ist schwär-zer von Farbe, härter, brüchicht, schwächer vonGeruch, dunkelbraun im Schaume, nicht so bitterund brennend von Geschmack. Fremdartige Beimi-schungen geben sich zum Theil schon durch den Au-

gen-