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2 (1911) Quantitative Analyse
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in Wasser und Sauerstoff spaltet, so ist es einleuchtend, daß manbei den folgenden Methoden keinen großen Überschuß an Wasser-stoffperoxyd anwenden darf und daß starkes andauerndes Schüttelnpeinlich vermieden werden muß.

Titerstellung von Kai ium permanganatlös unge n.

Nach Lunge führt man diese Bestimmung am "besten im Gas-volumeter (S. 322, Fig. 61) aus. Um aber richtige Resultate zuerhalten, ist es unbedingt notwendig, daß kein Überschuß an Wasser-stoffperoxyd zugegen ist. Daher ermittelt man stets in einem Vor-versuche, durch Titration mit der unbekannten Permanganatlösung,nach Seite 517 den genauen Wirkungswert des Wasserstoffperoxyds.Dann bringt man eine abgemessene Probe der Permanganatlösungin den äußeren Raum der Wagner sehen Zersetzungsflasche (Fig.61a, S. 322) und versetzt mit 30 rem verdünnter Schwefelsäure (1 : 5).Hierauf bringt man in das innere Gefäß der Zersetzungsflasche genaudie zur Zersetzung des Permanganats erforderliche Menge des Wasser-stoffperoxyds und verbindet die Flasche mit dem mit Quecksilbergefüllten Meßgefäße, indem man hiebei Hahn b entfernt, den mannach ca. 23 Minuten wieder einsetzt und so dreht, wie in der Figurangegeben ist.

Dann mischt man die beiden Flüssigkeiten, indem man, umjede Erwärmung zu vermeiden, den obersten Halsrand des Zer-setzungsgefäßes zwischen Daumen und Zeigefinger faßt, um 90°neigt und nur eine Minute lang schüttelt. In dem Maße, wiesich Sauerstoff entwickelt, sorge man stets für Minderdruck in demMeßgefäße. Nach Beendigung der Zersetzung bringt man das Gas-v(dum auf Atmosphärendruck, schließt b, reduziert durch Kompression,wie auf Seite 323 beschrieben, auf 0" und 760 mm und liest ab.

Die Hälfte dieses Volums entspricht dem vomPermanganat abgegebenen Sauerstoffe. Diese Zahl, mit0*001429 multipliziert, gibt das Gewicht des von der angewandtenPermanganatprobe abgegebenen Sauerstoffes.

Bemerkung: Die anzuwendende Menge der Permanganat-lösung richtet sich selbstverständlich nach der (iröße des Meß-gefäßes. Faßt dasselbe 150 cem, so wendet man von einer 1 / 5 n.Lösung 15 ecm, von einer '/ 1(l n. Lösung 4050 cetu an.

Die zu dieser Bestimmung zu verwendende Wasserstoffperoxyd-lösung darf nicht zu konzentriert, sie soll ca. 2°/ (| ig sein. In ähn-licher Weise, wie sich mittels Wasserstoffperoxid der aktive Sauer-stoffgehalt des Permanganats bestimmen läßt, kann auch der aktiveSauerstoffgehalt des Brannsteins ') ermittelt werden.

') Liunges Taschenhach, 3. Aufl., S. 191.