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Methode wurde das Gas der Termalquellen von Baden in der Schweizgefaßt und analysiert. J ) Es zeigte sich dabei, daß man dieselbenResultate erhielt, einerlei, ob das Gas eingeschmolzen oder mittelsKautschukverschliissen abgesperrt war. 2 )
Beleg: 100 cem Quellgas enthalten:
I II
Stickstoff........69-13 6915
Kohlendioxyd......30-82 30-80
Schwefelwasserstoff .... 0-05 0'05
Sauerstoff........ 0-00 0-00
100-00 100-00"Probe I war eingeschmolzen, Probe II mit Kautschukverschlußabgesperrt und fünf Tage nach der Passung analysiert.
Auffangen von in Quellwasser absorbiertem (rase.
Von den vielen vorgeschlagenen Methoden zur Bestimmung derabsorbierten Gase gab mir die folgende die besten Resultate.
Kolben A (Fig. 101) wird mit Quellwasser bis zum oberstenRande gefüllt, der Gummipfropfen mit dem unten zugeschmolzenenRohre L, das unten eine seitliche Öffnung l trägt, sofort bis zurMarke in den Hals des Kolbens eingedrückt und das Bohr L so weitin die Höhe gezogen, bis das seitliche Loch / sich innerhalb desPfropfens befindet, wodurch das Wasser luftdicht abgesperrt ist. Nunsetzt man die ca. 80 cem fassende Kugel K auf, füllt zur Hälftemit destilliertem Wasser und verbindet mit der Kapillare C, diejedoch noch nicht, wie in der Figur angegeben, mit der Meß-röhre B in Verbindung gebracht wird. Dann hebt man das Niveau-rohr N, bis Quecksilber aus der rechtwinklig gebogenen Kapillare
J ) Chemische Untersuchung 1 der Schwefeltherme von Baden (KantonAargau) von P. P. Treadwell 1896, Druck von H. R. Sauerländer& Co., Aarau 1897.
2 ) Ich will aber ausdrücklich bemerken, daß dies nur dann zutrifft, wenndas Gas bald nach der Fassung analysiert wird. Wird es lange Zeit in denRöhren mit Kautschuk aufbewahrt, so finden ganz erhebliche Veränderungenstatt, wie die folgenden Analysen zeigen. Beide Gasproben wurden gleichzeitiggefaßt und sofort mit Verschlüssen von frischem Kautschuk versehen. In denSchläuchen steckten Glasstäbe in der Weise, daß sie die Röhrenden des Rezi-pienten berührten; die Verschlüsse waren außerdem mit Drahtligaturen sorg-fältig gesichert. Das Gas der Röhre I wurde sofort nach der Passung, das derRöhre II nach 2Vs Jahren analysiert. Zu orwähnen ist noch, daß der Schlauchnach dieser Zeit noch weich und biegsam, also nicht rissig war.
I II
C0 2 = 8-52% .... 0-43%0 2 = 10-77% ... 14-82%CO = 0-17% .... —CH 4 = 0-15°/ 0 • ■ • • —N 2 = 80-39% .... 84-75%
100-00
100-00