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schüssig vorhandenen Alkalicyanid unter Bildung von Kaliumsilbcr-cyanid löst:
AgCN + KON = [Ag(CN) a ]K.
Sobald alles Cyan in das Silberkaliumcyanid umgewandelt ist,erzeugt der nächste Tropfen der Silberlösung eine bleibende Trübung:[Ag(CN)J K + AgNO, = KNO, + 2 AgCN.
Die Gesamtreaktion ist daher:
2 KCN -f AgNO, = KNO :! -j- [Ag(CN) 2 ]K.
1 Ag zeigt daher 2 CN an und der Endpunkt derReaktion wird durch die erste bleibende Trübungangezeigt. Zur Ausführung der Titration bringt man die Alkali-cyanidlösung in ein Becherglas, fügt etwas Kalilauge hinzu und ver-dünnt auf ca. 100 ccm. Man stellt das Glas auf ein Stück schwarzesGlanzpapier und titriert unter beständigem Umrühren bis zur blei-benden Trübung.
Handelt es sich um die Titration von freier Blausäure, soübersättigt man die Lösung mit Kalilauge und verfährt wie obenangegeben.
Bestimmung von Chlor neben Cyan.
Zunächst ermittelt man nach Lieb ig (S. 583) den Cyangehalt,fügt dann genügend Silberlösung hinzu, um alles Cyan und Chlor inSilbersalz zu verwandeln, säuert mit Salpetersäure an, verdünnt mitWasser in einem Meßkolben von passender Größe auf ein bestimmtesVolum, filtriert durch ein trockenes Filter und titriert in einem ali-quoten Teile des Eiltrats den Überschuß dos Silbers mit Rhodan-kalium nach V o 1 h a r d zurück. Die Berechnung des Cyans undChlors ergibt sieb aus folgendem Beispiel:
10 ccm Lösung verbrauchten, um das Cyan nach Lieb ig zutitrieren, t ccm 1 / lil n. Silberlösung. Hierauf wurde ein Überschußx / 10 n. Silberlösung zugesetzt (es seien im ganzen T ccm Silberlösungzugesetzt worden), mit Salpetersäure angesäuert, die Lösung auf200 ccm verdünnt, l ) durch ein trockenes Filter filtriert und in 100 ccmdes Filtrats der Überschuß des Silbers mit t, ccm 1 / 10 n. Rhodan-kaliumlösung zurückgemessen. Cyan ist demnach vorhanden:t. 0-005202;/, und Chlor ist vorhanden [T— 2 (t+tj] .0'003646 g.
7. Bestimmung der Rhodan Wasserstoff säure nach Volhard.
1000 ccm '/,„ n. AgNO.,-Lösung = l / 10 HCNS = 5-9088 g HCNS.
Es ist dies die umgekehrte Silberbestimmung (vgl. S. 578).Man versetzt die Lösung mit einem Überschuß an x /io n - Silber-
*) Diese Operation nimmt man in einem Meßkolben vor. Nach demAnsäuern der Lösung füllt man den Kolben bis zur Marke mit Wasser, mischtund filtriert.