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Überschuß von Lauge, fügt dann Methylorange hinzu und titriertden Überschuß des Alkalis mit Säure zurück, so gelingt die Titrationrecht scharf.
b) Das Natriumsalz.
4 1
N
N(CH,) 2
C C H 4
4
N
C ö H 4 S0 3 Na.
Für die Anwendung des Natriumsalzes als Indikator gilt das-selbe wie für die freie Sulfosäure, nur ist zu erwähnen, daß daskäufliche Salz oft mit geringen Mengen Natriumkarbonat verunreinigtist, wodurch es um ein geringes weniger empfindlich wird als diefreie Sulfosäure. Ist es rein, so ist es ebenso empfindlich wie diese.
Der Umscldag der gelben Farbe dos Natriumsalzes in rot erfolgterst, wenn aus dem Natriumsalz die freie Sulfosäure durch eine äqui-valente Menge der starken Säure in Freiheit gesetzt worden ist unddie Dissoziation der Sulfosäure durch noch mehr Säure zurückgedrängtist. Freilich ist die zur Freisetzung der Sulfosäure nötige Säure-menge nicht meßbar.
(CH 8 ) a N
2. Methylrot. l )C 6 H 4 - N = N -
C 6 H 4 — CÜOH
Paradimethylamidoazobenzol-o-Karbonsäure.
Dieser sehr wertvolle Indikator eignet sich zur Titration vonschwachen Pflanzenbasen und Ammoniak. Die wässerige Lösungdes Methylrots ist orange gefärbt, fügt man einige Tropfen derselbenzu 50—100 rem Wasser, so wird dieses schwach gelb gefärbt.Durch einen Tropfen Yio n - Salzsäure schlägt die Farbe sofort ohneZwischennüance in violettrot um und wird durch einen Tropfen'/m n. Natronlauge oder Ammoniak wieder fast farblos. GegenKohlensäure ist Methylrot wenig empfindlich, aber immerhin empfind-licher als Methylorange, und eignet sich infolgedessen weniger gutals letzteres zur Titration von Karbonaten. Der Haupt Vorzug diesesIndikators liegt in dem außerordentlich scharfen Umschlag von ganzschwach gelb in violettrot, sogar bei der Titration von Am-moniak.
Darstellung des Indikators. Man löst 002 <j der freienSäure in 100 cem heißem Wasser, läßt erkalten und filtriert. Fürje 100 com zu titrierende Lösung verwendet man 2—3 Tropfen desIndikators.
Das von H. W. Langbeck (Ghem. News 43, S. 162) emp-fohlene 0 rtho-Ni trophonol als Indikator hat gegenüber Methyl-orange und Methylrot keine Vorteile. Gegen Kohlensäure ist esdurchaus nicht unempfindlich. Durch Alkalien wird es gelb, durchSäuron farblos.
] ) E. Kupp und K. Loose, B. B. 41 (1908), S. 3905.