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2 (1911) Quantitative Analyse
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Darstellung des Methylorange-Indikators.

Man löst 0'02 g dos festen Methylorange ') in 100 ccm heißemdestillierten Wasser, läßt erkalten und filtriert etwa ausgeschiedeneSulfosäure ab.

Anwendung: Methylorange eignet sich zur Titration vonstarken Säuren (HCl, HN0 3 , H 2 S0 4 ), ferner von Phosphorsaureund schwefliger Saure. Von den starken Säuren lassen sich die Salz-und Salpetersäure am schärfsten, die Schwefelsäure etwas wenigerscharf titrieren. Titriert man freie Phosphorsäure auf Zusatzvon Methylorange mit Natronlauge, so tritt der Umschlag von rotin gelb ein, wenn '', der Phosphorsäure neutralisiert ist.

11 Ä , O i -4- NaOH = NaHjP0 4 + H 2 0.

Die primären Alkaliphosphate verhalten sich Methylorangegegenüber neutral, die tertiären und sekundären dagegen basisch.Mit 1 / 2 normalen Lösungen ist der Endpunkt der Reaktion ziemlichscharf, bei 1 / 10 normalen ist dies weniger der Fall, es tritt eineUbergangsfarbung ein, die dann auf Zusatz von ca. 0'3 com der 1 j 10Normallange in reingolb umschlägt.

Schweflige Säure. Bei der Titration von schwefliger Säuremit Natronlauge tritt Gelbfärbung ein, wenn die Hälfte der Säureneutralisiert ist:

H 2 S0 8 + NaOH = NaHS0 3 -f H 2 0-NaHS0 3 ist somit gegen Methylorange neutral.

Die schwachen Säuren, wie HCN, C0 2 , H,S, As 2 0 :i ,"gO g , Cr0 8 , reagieren, wenn in mäßiger Menge vorhanden, gar nichtauf Methylorange. CO, und H,S erzeugen orange-rötliche Färbungnur, wenn sie in sehr großer Menge vorhanden sind, deshalb lassensich die Alkalisalze dieser Säuren mit Methylorange recht exakttitrieren.

Organische Säuren können nicht mit Methylorange titriert«erden.

Die starken und sc li wachen Basen (NaOH, KOH,NH 4 OH, Ca(OH) 2 , Sr(OH) 2 Ba(OH 2 ), Mg(OH),) lassen sich außer-ordentlich exakt mit Methylorange titrieren, ebenso die Aminbasen(Methyl- und Äthylamin etc.); die ganz schwachen Basen, wieiyridin, Anilin und Toluidin, dagegen nicht.

Salpetrige Säure kann nicht ohne weiteres mit Methyl-orange titriert worden, weil der Farbstoff durch diese Säure zerstört wird.Versetzt man die freie salpetrige Säure enthaltende Lösung mit einem

«nl l0 , Erman gelung der festen Sulfosäure löst man 0022 g des Natrium-zes ln *°° c cm Wasser, versetzt mit 0"67 ccm »/io n - HC1 > läßt eini S e Zeit

sienen und nitriert von etwa ausgeschiedenen Kriställchen ab.

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