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Um aber keinen Überschuß an Schwefelwasserstoff in dieLösung zu bringen, verfährt man wie folgt:
Zu der Lösung des Mercuricyanids fügt man etwa die doppelteMenge in Ammoniak gelösten Zinksulfats. Wollte hiebei eineTrübung entstehen, so fügt man noch Ammoniak bis nur völligenKlärung der Lösung bei und setzt langsam Schwcfelwasscrstoffwasserhinzu. Hiebei bildet sich zunächst eine braune Fällung, die Dachdem Umrühren tiefschwarz wird. Man fährt nun mit dem Zusätzevon Schwefelwasserstofrwasser so lange fort, bis in der überstehendenLösung ein rein weißer Niederschlag von Zinksulfid entsteht.Das Zinksulfat dient also quasi als Indikator, denn die rein weißeFällung tritt erst nach vollständiger Ausfallung des Quecksilbersauf. Der Niederschlag von Mercuri- und Zinksulfid wird abfiltriertund mit sehr verdünntem Ammoniak gewaschen. Das Filtrat,welches nun alles Cyan enthält, versetzt man mit Silbernitrat imÜberschuß, säuert mit Salpetersäure an, filtriert und ermittelt dasGewicht des Cyansilbers, wie Seite 278 angegeben.
Bestimmung des Cyanwasserstoffes neben llalogenwassersfoffnach Neubauer und Kerner. J )
Man fällt mit Silbernitrat in der Kälte, filtriert, trocknet bei 130°,wagt und ermittelt so die Summe der Silbersalze. Hierauf bringtman einen beliebigen Teil des Niederschlages in einen Porzellan-tiegel, erhitzt bis zum vollständigen Schmelzen, reduziert mit Zinkund Schwefelsäure nach Seite 271, filtriert vom metallischen Silberund Paracyan ab und bestimmt die Halogene im Filtrat nachSeite 264 ff.
Auf maßanalytischem Wege läßt sich diese Aufgabe in sehrschöner Weise lösen. Vergleiche Fällungsanalysen.
Rhodmi Wasserstoff säure = HCNS; Mol.-Gew. = 59- 088.Bestimmungsformen: Cn 2 (CNS), — Ag(CNS) ~ BaS0 4 .
1. Bestimmung; als Cuprorhodanid |Cu 2 (CNS) 2 ].
Man versetzt die neutrale oder schwach salz- oder schwefelsaureLösung- des Alkalirhodanids mit 20—50 ccm gesättigter schwefligerSäurelösung und fügt Kupfersulfat so lange unter Umrühren hinzu, bisdie Lösung schwach grünlich gefärbt erscheint, läßt einige Stundenstehen, filtriert durch einen Go o ch-N eu b auer-Platintiegel, wäschtmit kaltem, SO s -haltigem Wasser, dann einigemal mit Alkohol,
trocknet bei 130
Kesultate gut.
110° bis zum konstanten Gewicht und wägt.
') Ann. d. Ch. u. Pharm. (1857), 101, 8. 344.