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Richards und Wells 1 ), ferner auf die Methode vonKo h Lrausch -'),nach der die Löslichkeit aus der elektrischen Leitfähigkeit ermittelt wird.
2. Bestimmung als Metall.
Durch (rlühen des Silberoxyds, -karbonats, -Cyanids oder derSilborsalze organischer Säuren erhält man metallisches Silber. BeimGlühen von Silbersalzen organischer Säuren muß das Erhitzen anfänglichsehr vorsichtig im bedeckten Tiegel geleitet werden, um Verluste durchspritzen zu vermeiden. Ist die organische Substanz ganz verkohlt, soerhitzt man im offenen Tiegel bis zum Wegbrennen der Kohle und wagt.
Auch das Chlorid, Bromid (nicht das Jodid) und Sulfid lassensich durch (rlühen im Wasserstoffstrome leicht zu Metall reduzieren.Sehr bequem geschieht die Reduktion beim Chlorid, Bromid und•'odid mittels des elektrischen Stromes, und zwar muß hiefür dasrialogensilbersalz vorher völlig geschmolzen werden. Man stellt den■I orzellantiegel mit dem Silbersalz in eine Kristallisierschale unddaneben einen zweiten Tiegel mit etwas Quecksilber, dem man einkleines Stück Zink zugefügt hat. Auf das Silbersalz legt man einekleine Scheibe von Platinblech, die an einem Platindraht befestigt ist;das andere Ende, des Drahtes taucht man in das Quecksilbernäpfchen,'""t die Kristallisierschale mit verdünnter Schwefel säure (1 : 20), sodaß die Tiegel von der Säure ganz bedeckt sind, und läßt über^acht stehen. Am nächsten Morgen ist alles Silbersalz zu Metallreduziert. Man nimmt den Tiegel aus der Säure heraus, spült mit'Vasser ab, trocknet, glüht und wägt. Nach dieser einfachen Methodeer hielt E. Lagutt in diesem Laboratorium sehr gute Resultate.Ist das 1 Talogensilbersalz nicht zu einer kompakten Masse geschmolzen,80 entstehen leicht Fehler, indem kleine Teilchen des Kilbornieder-8 chlages umherschwimmen, und so der Reduktion entgehen.
Auch durch Elektrolyse läßt sich das Silber bestimmen. Ich unter-lasse aber eine Schilderung dieser Methode, weil sie gegenüber der Bestim-mung als Chlorsilber beiAnwendung des Goochtiegels keine Vorzüge besitzt.
Trennung des Silbers von allen Metallen.
Da alle Metallchloride in Salzsäure löslich sind, ;1 ) so läßt sichdas Silber von diesen lurch Fällung mit Chlorwasserstoffsäure
') Aruer. Chem. Journ. 31 (1904), S. 28;), ferner: Experimentelle Unter-suchungen über Atomgewichte, von Th. W. Richards, übersetzt von .1. Koppel^Oö, 8 320.
a ) Zeitschr. f. physik. Ch. 50 (11)05), S. 1356. Vergl. auch Goodwin,Zeitschr. physik Ch. 13 (18!>4), S. 577.
*) Nur das Thalliumchlorid ist sehr schwer löslich. Bei Anwesenheitdes Thalliums fällt man das Silber aus salpetersaurer Lösung mittels H..Sa 's Sulfid, glüht diesos im Wasserstoffstrome und wägt als Metall Zur Be-stimmung des Thalliums dampft man das Kiltrat zur Trockene, löst in wenig"asser und fällt mit Jodkalium, filtriert das Thalliumjodid, wäscht mit ganzverdünnter Jodkaliumlösung und schließlich mit Alkohol, trocknet bei 150"und wägt als TU.