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Metallschwamm in demselben Tiegel mit Kaliumbisulfat, indem mandie Temperatur allmählich steigert bis etwas über dunkle Rotglut.Die erkaltete Schmelze zieht man mit Wasser aus, filtriert das nichtangegriffene Platin, das noch Rhodium enthalten kann, ab, wäscht,trocknet und schmilzt wieder mit Kaliumbisulfat. Diese Operationwiederholt man so lange, bis das Rhodium völlig extrahiert ist, wasman leicht daran erkennt, daß die Schmelze nach 10 Minuten keineGelbfärbung mehr zeigt.
Das Platin wird, wie oben bei A angegeben, gewaschen, ge-glüht und gewogen.
Die vereinigten Filtrate vom Platin enthalten Rhodium undmanchmal noch etwas Platin. Daher fällt man sie wieder durchZusatz von Ammoniak, Essigsäure und Ameisensäure und langesKochen. Das gefällte Metall wird nitriert, geglüht und gewogen undnachher bei deutlicher Rotglühhitzc mit Kaliumbisulfat geschmolzenund die erkaltete Schmelze mit Wasser behandelt. Bleibt hiebeiein Rückstand, so wird er abfiltriert und gewogen und hierauf mitverdünntem Königswasser behandelt. Löst er sich, so besteht er ausPlatin, löst er sich nicht, aus Rhodium.
Das zweite Filtrat vom rhodinmhaltigen Platinsalmiak wird ver-dünnt, mit Ameisensäure und Ammonacetat versetzt und 2—3 Tage ineinem Erlenmeyerkolben mit Rückflußkühler in gelindem Siedenerhalten. Die trotz Rückflußkühler verdampfende Flüssigkeit ersetztman durch eine sehr verdünnte Lösung von Ammoniumformiat. Eawerden so noch weitere kleine Mengen von Platin und Rhodiumgefällt, welche abfiltriert und, wie oben beschrieben, durch Schmelzenmit Kaliumbisulfat getrennt werden. In dem Filtrat hievon könnenimmer noch ganz geringe Spuren von Platin und Rhodiumvorhanden sein, neben Spuren von Eisen.
Man scheidet zunächst das Eisen ab, indem man Chlorwasserund hierauf Ammoniak hinzufügt, das Eisenhydroxyd abfiltriert, glühtund wägt. Um nun die letzten Spuren von Platin und Rhodiumzu gewinnen, dampft man das Filtrat vom Eisonhydroxyd ein underhitzt den Rückstand mit Salpetersäure, um das Chlorammoniumvollständig zu zerstören und kocht abermals längere Zeit mit Ameisen-säure und Ammonacetat. Die so erhaltenen Spuren von Platin undRhodium wäscht man mit Elußsäure und verarbeitet sie mit derHauptmenge.
Behandlung des Rückstandes D.
Die bei der Behandlung mit verdünntem Königswasser ungelöstgebliebenen grauen Lamellen, bestehend aus Iridium, Rutheniumund geringen Mengen Kisen, werden abfiltriert, getrocknet, imWasserstoff- oder Leuchtgasstrom geglüht und gewogen.