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2 (1911) Quantitative Analyse
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erhitzt zunächst über ganz kleiner Flamme und steigert ganz all-mählich bis zu der jeweilig vorgeschriebenen Temperatur. Hieraufentfernt man die Flamme, läßt den Tiegel etwas abkühlen und bringt ihnnoch warm, aber nicht glühend, in einen Exsikkator (Fig. 7).

Nach dem Erkalten( 3 j ± Stunde mindestens fürPorzellantiegel, 20 Minutenfür Platintiegol) wird derTiegel gewogen.

Viele Niederschläge er-leiden bei obigor Behand-lung eine Reduktion; Sil-berchlorid und Blei-sulfat u. a. m. werden zuMetall reduziert. Da aberdiese Metalle schworflüchtig sind, so entstehtkein Verlust an Metall, nur

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das Anion.

im Fall des

4' g ellt

Man be-

Pig. 7.

Silberchlorids das Chlor, im Fall des Bleisulfats das SOverloren. Dieses läßt sich aber wieder hinzufügenfeuchtet daher das Metall im Tiegel mit einigen Tropfen Salpeter-säure und fügt zu dem entstandenen Silbernitrat Chlorwasserstoff-säure oder zu dem Bleinitrat Schwefelsäure, vertreibt durch sorg-fältiges Erhitzen den Überschuß an Säure und wägt. Die einzige(lefahr bei dieser Methode ist das Zuhoüberhitzen beim Veraschendes Filters, wobei das reduzierte Metall schmilzt und sich mit demPlatindraht legiert. Wickelt man aber das Filter, wie oben ange-geben, so befindet sich stets zwischen Platindraht und Niederschlagniederschlag freies Papier, das beim Einäschern eine nichtwägbare, aber dennoch schützende Aschenschicht liefert, so daßdas Metall nicht mit dem Platin in Berührung kommt, vorausgesetztdaß man nicht stark genug erhitzt, um das Metall zu schmelzen.

Viele Niederschläge würden bei dieser Methode der Veraschutigso verändert, daß es unmöglich wäre, richtige Resultate zu erhalten,z. B. Mg(NH 4 )As0 4 , KjPtClg etc. In solchen Fällen darf das Filternicht verbrannt werden, sondern der Niederschlag wird auf ein vorherbei der vorgeschriebenen Temperatur getrocknetes und gewogenes Filtergesammelt, bei derselben Temperatur getrocknet und dann gewogen.

Um das Filter zu trocknen, legt man es in einen Trocken-schrank ') (Fig. 8 a) auf ein Uhrglas und stellt daneben ein offenes,

J ) Der in Fig. 8 abgebildete Trockenschrank ist (nach der Angabedes Verfassers) innen mit (i herausnehmbaren Porzellanplatten ausgekleidet,wodurch jede Verunreinigung der zu trocknenden Substanz durch Herab-fallen von Oxydteilchen der Metallwandung völlig ausgeschlossen ist. Die