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2 (1911) Quantitative Analyse
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Wagebalkens hängt und dadurch die ganzen Milligramme erhält; diex / t-Milligramme aber berechne man stets aus der Empfindlichkeit.Niemals fasse man die Gewicht e m it den Fingernan, sondern mit der dazu bestimmten Pinzette, undniemals belaste oder entlaste man die Wage, ohnesie vorher arretiert zu haben.

2. Das Filtrieren und Auswaschen von Niederschlägen.

Wie groß soll das Filter sein und wie oft muß der Nieder-schlag mit der Waschflüssigkeit ausgewaschen werden ?

Wir wollen zunächst die letztere Frage erörtern. Das Aus-waschen sollte so lango fortgesetzt werden, bis der auszuwaschendelösliche Körper vollständig entfernt ist. Es ist aber klar, daß mandiesen Punkt nie erreicht, weil stets ein Teil der Lösung im Filterverbleibt, und es ist auch für die Praxis gar nicht nötig. Habenwir den löslichen Körper so weit entfernt, daß der übrig bleibendeTeil durch unsere Wage nicht mehr angezeigt wird, so betrachtenwir don Niederschlag als ausgewaschen.

Man soll aber nicht nur den löslichen Stoff beim Auswaschenmöglichst vollständig entfernen, sondern dies mit möglichstwenig Waschflüssigkeit zu erreichen suchen.

Kein Niederschlag ist vollständig unlöslich und somit ist es klar,daß jeder unnötige Überschuß an Waschflüssigkeit schädlich wirkt,indem Bruchteile des zu wägenden Niederschlages entfernt werden,und zwar um so mehr, je größer der Überschuß an Waschfliissigkeit ist.

Die Menge der zu verwendenden Waschfliissigkeit hängtwesentlich von der Natur des zu waschenden Niederschlages ab.Amorphe, gelatinöse Niederschläge erfordern stets mehr Waschflüssig-keit als kristallinische, pulverige. J ) In der Regel, können wir sagen,muß das Auswaschen so lange fortgesetzt werden, bis der auszu-waschende Körper nicht mehr im letzten Filtrat qualitativ nachge-wiesen werden kann. Wenn man aber das Filtrat zu weiteren Be-stimmungen nötig hat, so ist es einleuchtend, daß man nicht zu frühmit der qualitativen Prüfung beginnen soll. Wann soll dies geschehen ?

Nehmen wir an, der Niederschlag befinde sieh auf einemFilter von 10 ccm Inhalt, die Lösung sei bis auf den letztenTropfen abgeflossen und die von Niederschlag und Filter zurück-gehaltene Menge derselben sei 1 ccm und enthalte Ol y feste Sub-stanz gelöst, die durch Auswaschen entfernt werden soll.

J ) Daß manche Niederschläge sich schwerer auswaschen lassen alsandere, liegt darin, daß der Adsorptionsgrad (Ostwald, Die wissenschaftl.Grundl. der analyt. Chem. 19) bei verschiedenen Niederschlägen ein ver-schiedener ist.