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2 (1911) Quantitative Analyse
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Bei der volumetrischen Methode werden die Bestand-teile nicht gewogen, sondern durch Reagenzien von bekannterStärke gemessen.

Es sei ein durch Natriumchlorid etc. verunreinigtes Atznatronvorhanden, von welchem wir wissen wollen, wieviel Ätznatron sichin 100 g des Gemisches befinden. Man wägt eine Probe (a g) ab,löst in Wasser, fügt ein wenig Methylorange hinzu und läßt auseinem geeigneten Meßgefäß Salzsäure von bekanntem Gehalt zu-fließen, bis eben zur Neutralisation des Alkali, die erkennbar istan dem Umschlag der Gelbfärbung der Lösung in Eosa. Warenhiezu t rem der Salzsäure nötig, wovon 1 com genau a. g HClenthält, so sind zur Neutralisation des in a g des Gemisches enthal-tenen Ätznatron a.tg HCl verbraucht worden und diese entsprechen:HCl:NaOH = «.t:s

NaOH8 = -=7=j- . a t = Gramm NaüH in a qliOl

Gemisch; in 100 g sind daher enthalten :

NaOH

a :

HCl

: .ctt =100: x

HC

Wir besprechen zunächst

100.NaüH Ott

i

=% NaOI!

die gravimetrischen Methoden.

Diese zerfallen in :

a) die direkten und

b) die indirekten Analysen.

Bei der direkten Analyse wird der zu bestim-mende Bestandteil in unlöslicher Form abgeschiedenund g e w o g e n.

Bin Beispiel hiezu bietet die Bestimmung des Baryums inBaryumchlorid.

Die indirekte Methode beruht darauf, daß zweioder mehrere Körper durch die gleiche chemischeBehandlung eine verschiedene Gewichtsänderung er-leiden.

Heispiel: Es soll in einem Gemenge von Chlornatrium undChlorkalium das Verhältnis beider Körper ermittelt werden. Zudiesem Zweck wägt man eine Probe (a g) ab, löst sie in Wasser,fällt das Chlor als Chlorsilber und bestimmt dessen Gewicht (p g).

I