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Nachdem ich seit dem Jahre 1845 mich angelegentlichstmit der Erklärungsweise der Accommodation beschäftigt
So wie am Kniegelenk kommen auch an der Hülle einlache Muskel-Contracturen vor, ohne Betheiligung der Gelenkflächen der Knochen.Sind die acuten Erscheinungen vorüber, so leistet auch hier die Chloro-formnarkose sehr \iel, wie ich noch kürzlich bei einem Frauenzimmervon 20 Jahren erfahren habe. Die Rigidität der Sehnen der Glutaeieinerseits und der Adductoren des Oberschenkels andrerseits war sostark, dass Patientin der freien Bewegung im Haftgelenk völlig ent-behrte und eine Ankylose des Gelenks zugegen zu sein schien. Wah-rend der tiefsten Chloroformnarkose gelang es mir, jede mögliche Be-wegung des Schenkelheinkopfes auszuführen. In den ersten Tagen nachder Operation war die Empfindlichkeit in der Hüfte sehr gross, dochist die Bewegungsfähigkeit jelzt, 10 Wochen später, so frei, dassPatientin ungehindert zu gehen vermag.
Endlich erlaube ich mir noch, den gunstigen Erfolg der Chloro-formuarkose in einem Falle von Pes equinus mitzulheilen, weil dieAnwendung derselben gegen dieses Übel gev\iss noch zu den Selten-heiten gehurt. Ein 14jfihrigerMensch schwächlicher Constitution bekamgleichzeitig mit rascher Abnahme von Schwerhörigkeit, woran er langegelitten hatte, eine acute Fussgelenkentzündung, welche mit einerstarken Verkürzung des Tendo Achillis, des Tibialis poster. und derFascia plantaris endigte. Als ich den Kranken zuerst sah, warenGeschwulst des Gelenks und die Verschiebung der Knochen der Am-phiarthrosis sehr bedeutend. Processus ant. tali stand zu weil nachAussen, Cavitas sinuosa war aufgetrieben, :der Ftiss ganz gestrecktunbeweglich, der innere Fussrand und die Planta concav, die genanntenSehnen und die Fascie sehr hart. Nachdem ich drei Wochen langDerivantia acria auf das Gelenk angewandt und blande nahrhafte Kostverordnet hatte, zeigte sich ein Pustelausschlag, der durch Ung. tSrt.stib. noch eine Woche unterhalten wurde, worauf Geschwulst undEmpfindlichkeit des Gelenks abnahmen. Da indess der F'uss in derabnormen Stellung fest beharrte, so versuchte ich wahrend der Chloro-formnarkose die Knochenverschiebung und Sehnenverkürzung zu heben.Es gelang, doch war es wegen der ausserordentlichen Schmerzen, dieder Kranke nach dein Erwachen empfand, unmöglich, den Ftiss in derFlexion zu erhalten, es konnte daher die dazu angefertigte Maschinenicht angelegt werden. Nach wenigen Tagen der Ruhe zeigte sichindess eine freiere Beweglichkeit und grössere Nachgiebigkeit derSehnen, so dass es gelang, den Apparat anzulegen, dessen beweglichesFussbrett bald so gerichtet werden konnte, dass der F'uss die normale
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