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optrik entgegenzustellen, dass nämlich hinsichtlich der vor-dem Kapselwand der Sinus des Brechungswinkels ineinein constanten Vcrhältniss zum Sinus des Einfallswinkelssteht, rücksichtlich des Hohlspiegels der hintern Kapselwandaber der Reflexionswinkel dem Einfallswinkel gleich ist.Die Einfallsebene für die Kapselwände wird nun mit demWechsel der Convexität derselben gleichfalls verändert.Eine Convexitätszunahme der Kapsel muss aber offenbareintreten, sobald auf ihren Rand, sei es durch das Corpusciliare, sei es nach Cramer's Annahme durch die Iris, einkreisförmiger Druck ausgeführt wird, ein Druck, den mansehr leicht an dem unverletzten Linsensystem nach vorher-gegangener Abtragung der Hornhaut und Iris oder auch,wenn man die Linse mit der Kaspel herausnimmt, mit Hülfeeines ringförmigen an einem Stöckchen befestigten seidenenFädchens imitiren kann. Sobald man den Fadenring, wel-cher dem Durchmesser der Kapsel entsprechen muss, aufden Rand der vordem Wand derselben schwach aufdrückt,zeigt sich dem unbewaffneten Auge an letzterer deutlichein Vortreten ihres Scheitels. Dieselbe Erscheinung siehtman, obschon in weit geringerm Grade, an der hinternKapselwand. Die Lichtprobe entspricht bei diesem Experi-ment vollkommen der künstlich hervorgebrachten Krüm-mungszunahme der Spiegel. Zum Schluss noch die Bemer-kung, dass man durch ernstliche Übungen von Seiten desbetreffenden Individuums ein mangelhaftes Accommodations-vermögon, falls das adaptive Bewegungsorgan, dessen Sitz bisjetzt in Frage steht, überhaupt noch nicht erloschen ist, voll-ständig herstellen kann. Der Gebrauch eines einfachen Opto-meters von schwarzer Pappe, 3 — 5 Fuss lang, mit einerLinienscala zur Aufstellung und allmäligen Annäherung oderEntfernung einesfeinen Gegenstandes, wie eines Fadenkreuzes,einer Nadel, ist zu diesen Übungen sehr zweckmässig undeinfacher, als Berthold's Myopodiorthoticon.
§•7.Ich nehme den Faden wieder auf, welchen ich im Ein-gang dieser Schrift verliess, um das vorauszuschicken, was
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