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hatte, gelangte ich im Jahre 1847 endlich zu dem Resultat,dass das Accomodationsverniögen des menschlichen Augesauf einer Veränderung des Meridiandurchmessers des Linsen-systems beruhe, dass bei der Adaption in die Nähe eine.stärkere, bei der Adaption in die Ferne eine schwächereWölbung beiden- Flächen des Linsensystems eintreten müsse,wenn ein scharfes und deutliches Bild des betrachtetenObjects auf der Netzhaut entstehen solle.
Cramer in Groningen 8 ) sowie der mir kürzlich ein-gehändigte Aufsatz von Ilclmholtz haben rücksichtlichdieser interessanten Frage in der Hauptsache allen Zweifelgehoben und es ist jetzt jede etwa noch laut werdendeAnsicht, dass die Accommodation einer Locomotion derLinse zuzuschreiben sei, als verspätet und unrichtig zubezeichnen. In der neuesten Auflage von Ruete'fl Ophthal-mologie ist letztere Anschauungsweise noch vertreten, wahr-scheinlich weil dem Herrn Verfasser Melmholtz's Schrift,da beide fast gleichzeitig erschienen sind, noch nicht be-kannt war und ihm Cramer's Beweise als ungenügendvorkamen, meine eigenen Beobachtungen aber, wie ichmich noch aus früherer Zeit, wo ich neben ihm in Göt-tingon die Augenheilkunde lehrte, als der Beachtungnicht werth.
Abgesehen nun von dem noch nicht genau ermitteltenBewegungsorgan der Accommodation, mit einfacher Berück-sichtigung des nunmehr feststehenden Vorgangs selbst, dassnämlich Krümmungsveränderungen der Linsenflächen (besserder Linsenkapsel) das Adaptionsvermögen erzeugen, wirdman in gegenwärtiger Sachlage nichts Anderes von mir er-warten können, als dass ich die in Frage stehenden Besul-
Stellung wieder erhielt. Gegenwärtig, 6 Wochen nach der gewalt-samen Beugung, ist der Fuss völlig wohlgebildet und die früher ver-kürzten Sehnen fimetioniren frei, so dass der Kranke darauf gehen undstehen kann.
6 ) Phys. Abhandlung über das Accoinmodalionsverinögen der Augenunter Red. des Autors vermehrt und aus dem Holland, übersetzt vonDr. Do den, Landphysikus in Leer.