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Die Impfung der Arzneikörper : nebst Rückblick auf einige meiner früheren Arbeiten
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vorübergehen lasse, ohne meinen geehrten Fachgenosseneinige jenen Gegenstand betreffende Zeilen zur unparteii-schen Beurtheilung vorzulegen.

Einwirkung der Äthernarkose die Hoffnung aus, dass der Versuchwohl nicht erfolglos bleiben dürfte. Derselbe gelang vollkommen, wiesich wohl Manchen der damals Anwesenden, dem diese Zeilen viel-leicht zu Gesicht kommen, erinnern wird. Die Kranke, ein erwachsenesMädchen aus Moringen, konnte nach Verlauf von 8 Wochen das geradegestreckte, doch, wie sich von selbst versteht, wieder ankylosirle Beinbeim Gehen gut gebrauchen. Es ist demnach diese wichtige Heil-methode, die, falls nicht gar zu bedeutende Verstümmelungen des Ge-lenkes vorliegen, zum vollkommenen Gebrauch des kranken Gliedeszurückgeführt und den Sehnenschnitt seiner Unzulänglichkeit wegendemnächst ganz ausschliessen wird, nicht in Kiel, woselbst B. Lan-genbeck im Jahre 48 noch weilte, sondern in Goltingen, meinemdamaligen Wohnsitze, zuerst in Ausführung gebracht worden.Ich hebe diesen Fall hervor, weil er der erste einer wahren Ancylosis osseaist, welche ich behuf einer bessern Stellung des Gelenks, auf diese Weisebrach, und weniger bedeutende Fälle von einfacher Contractur, die ichfrüher mit Äther, später mit dem neu entdeckten Chloroform behandelte,übergehend, will ich hier nur noch einige Falle initlheilen, die sichdurch den Grad der Verkrümmung und die Dauer der Krankheit, sowie dadurch auszeichnen, dass der Sehnenschnitt mindestens einmalganz erfolglos unternommen worden war. (Folgen Krankheitsfälle.)

Ich habe indess dies Verfahren von Anfang an nicht auf Curva-turen des Kniegelenks beschränkt, sondern auf alle übrigen Gelenkeausgedehnt. Schon im Jahre 1846 wandte ich dasselbe bei einemjungen Manne von einigen 20 Jahren gegen Contractur der Adductorendes Oberarmes an. Die Harte und Unnachgiebigkeit der Sehnen desPectoralis maj. latissirnus dorsi und lenes maj. wich auf die Anwen-dung der S ch wefelathernarko se vollständig, doch gelangte l'al.zu einem ganz freien Gebrauch seines Armes nicht, weil der Gelenk-kopf' des Humerus nebst der Cavitas glenoid. scapulae absorbirt war.Auch stellte ich Versuche an, Verkürzungen und Ankylosen im Hüft-gelenk auf diesem Wege zu heben. Keiner derselben aber gelang, dadie Kraft und die Manipulationen, welche man mit freier Hand zu ent-wickeln vermag, an diesem Gelenk nicht hinreichen, um eine inve-terirte Luxation oder eine Ankylose des zum Theil absorbirten Gelenk-kopfes zu heben. B. Langenbeck hat das Verdienst, dieses Zielmittelst eines sehr sinnreichen Apparats erreicht zu haben, dessenConstruction darauf berechnet ist, allniälig die Ectopie des Gelenk-kopl'es zu beseitigen. Es liegen schon einige sehr befriedigende Hc-sultate der Heilung von Verkürzungen des Beines nach Coxalgie vor.