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Isozykl. u. hydroisokryl. K.W. mit drei- u. höherwert. Metalloidat. usw. 571
Darst. Diazobenzolkalium (S. 570, 8 ) u. seine Derivate lagern sich mit Alkali-lauge zu Isodiazotaten um, aus denen Säuren Isodiazoniumhydroxyd fällen.
b. Dlazoaminoderivate.
Diazoattlinoverb., richtiger Triazene oder Isodiazoaminoverb. (S. 570),denn sie enthalten wie Azoverb. die Gruppe "N = N", einerseits gebunden an dasC-Atom eines zykl. Radikals, anderseits an das N-Atom eines Arylamin- oderAlkylaminrests; z. B. Diazoaminobenzol oder Diphenyltriazen,H 5 C 6 "N=N"NH(C 6 H 5 ); auch die einfachste Verb. Phonyltriazen,das Diazobenzol H 6 C 6 "N = N"NH 2 ist bekannt, aber leicht zei-setzlich.
Darsl. Aus Diazoniumsalzen durch Einw. prim. oder sekund. Amine(S. 570, 7 ) oder durch Einw. von salpetriger Säure auf freie zykl. Amine,da dann statt eines'Diazoniumsalzes zuerst freies Diazoniumhydroxyd entsteht,welches sofort mit dem noch unzersetzten Amin reagiert, z. B. C 6 H 5 ~NH 3 -fHNO a = H 2 0 + (HO)(G,H s )=N=N; (HO)(C,H 5 )=N=N + H 2 N-C,H 5 = H 2 0 •+•C 6 H 5 N-N NH"C,H,; bei Gegenwart noch einer anderen Säuregeben zuerst entstandene Diazoaminoverb. sofort Diazoniura-salze, z. B. G,H 5 -N=N"NH(C,H 5 ) + 2HC1 + HN0 3 = 2(C1)(C 6 H 5 )=N=N+2H 2 0.
Eigensch. Sie bilden neutrale, gelbe Krist., wie Azoverb. beständig(explodieren erst boim Erhitzen) u. verbinden sich nicht mit Basen oder Säuren,stehen aber durch ihre Reaktionsfähigkeit den Diazoverb. nahe u. gehen mitHNO ä in dieselben über; ihr Imidwasserstoff ist durch einwert. Metalleersetzbar. Sie lagern sich in isomere bas. Aminoazoverb. umiC,H,fN=N"NH"-C,H, = C,H 6 "N=N"G,HrNH„ beim Stehen, bzw. Erwärmenihrer Lös., was kleine Mengen von Anilinsalzen beschleunigen.
Mit W. oder HCl erhitzt werden sie in Phenole u. Amine gespalten, z. B.C,Hb"N=N-NH(C,H c ) + HÖH = 2N + C 6 H,fOH + NH 2 (C„H 5 ).
c. Azoderivate.
Azoverb. enthalten die aus zwei dreiwertigen N-Atonicngebildete zweiwertige Gruppe ~N = N~, welche mit jeder ihrerbeiden, verfügbaren Wertigkeiten an ein C-Atom eines zykl.Radikals oder eines zykl. u. eines aliph. Radikals gebundenist, z. B. C 6 H 5 ~N = NT G H 4 -CH 3 Azophenyltoluyl, CHg~NT!rC 6 H 6 Azo-phenylmethyl; letztere Azoverb. heißen gemischte.
Während aliph. Nitroverb. bei der Reduktion direkt Amine geben,können bei zykl. Nitroverb. folgende Zwischenverb, erhalten werden:
durch Reduktion in saurer Lös. (z.B. durch Fe oder Zn-f Säure)entstehen direkt Amine, z. B. C 6 H 6 ~N0 2 + 6H = 2H 2 0 + C 6 H S "NH 2 ;
durch Eeduktion in neutraler Lös. (durch Zinkstaub u. W.)entstehen vor der Amiubild. Nitrosoverb. oder (durch Magnesium- oderAlumiuiurnamalgam) Hydroxylaminverb., z. B.
C 6 H 5 -N0 2 -> C 6 H 5 -NO ~> C 6 H 5 -HH(OH) -> C 6 H 5 -NH 2 ;
Nitrobenzol Nitrosobenzol Phenylhydroxylainin Äminobenzol
durch Reduktion in alkalischer Lös. (z. B. durch SnCL,-j-Alkalilauge) verbinden sich zuerst entstehende Nitroso- u. Hydroxylaminverb.zu Azoxyverb., welche bei weiterer Reduktion Azo- vi. Hydrazoverb.geben, die dann in Aminoverb. gespalten werden; z. B.C 6 H 5 "NO C 6 H 5 -N " C,H B -N C.HfNH C 6 H 6 -NH e
C 8 HrNH(OH)
C,H,-N G 6 H 6 -N C,H,-NH C,HfNH,"
Azoxybenzol Azobenzol Hydrazobenzol Äminobenzol
Durch den elekt. Strom läßt sich der Reaktionsverlauf besser be-herrschen wie chemisch; man kann durch Änderung der Stromdichte u.elekt. Spannung in der sauren Lös. der zykl. Nitroverb. die aus einer Mol.