Isozykl. u. hydroisozykl. K.W. m. drei- u. höherwert. Metolloidat. usw. 5(55
Alkalimetalle substituieren in der Hitze H-Atome der Aniline, z. B.C,H 6 "NHK; W. zersetzt diese Derivate.
Halogene substituieren die H-Atome des Benzolrings u. zwar leichterwie im Benzol; zuweilen wirken sie so heftig ein, daß ihre Derivate nur ausgeschützten Aminen entstehen (s. unten).
H a S0 4 führt Amine in Aminosulfonsäuren, also in kernsubstitnierteVerb, über, die meist durch Alkalihydroxyde nicht in Aminophenole überführbarsind (S. 510,3); z. B. Aminobenzolsulfonsäure (Anilinsulfonsäure)C,H 4 (S0 3 H)(NH 2 ) isomer der Phenylsulfamidsäure, C e H 5 "NH(S0 3 H).
HNO3 wirkt meist heftiger ein wie auf andere zykl. Verb., weshalb mandie Aminogruppe schützt, d. h. Säureradikale in dieselbe einführt u. dann erstnitriert, oder man unterwirft Polynitrobenzole einer gemäßigten Reduktion,2- B. C 8 H 4 (N0 2 ) 2 +4H = 2H a O-f-C„H 4 (NH 2 )(N0 2 ); diese Nitroanilinesind isomer den Phenylnitraminen, z. B. C 6 H 5 ~NH(N0 2 ) u. ebenso dieNitrosoaniline,z. B. C,H,(NH,)(NO), isomer den Phenylnitrosaminenz. B. C,H,"NH(NO); Phenylnitramin wird auch als Diazobenzolsäure,C,Hj"N=NO(OH) betrachtet (S. 570,,,).
Darst. 1. Primäre Amine werden aus der entspr. Nitroverb. durch Reduk-tion (Aminierung), jedoch nur in saurer Lös. (s. Azoverb.), erhalten.
2. Sek. u. tert. Amine entstehen durch Erhitzen prim. Amine mit derenSalzen, z. B. C 8 H 5 "NH a + C,H 5 "NH 2 (HC1) = (C,H 6 ) a NH + NH 4 C1. Sek. u.tert. Monamine, welche zugleich Alkyle enthalten, entstehen durch Einw. vonAlkyljodiden auf primäre, zykl. Amine, z. B. C,H 5 "NH + CH 3 J =e,H 6 -NH-CH, + HJ.
3. Di- u. Polyanüne entstehen durch Reduktion zykl. Di- u. Polynitro-K.W. oder Nilroamine, z. B. C 0 H 3 (NO 2 ) a (NH 2 ) + 12H = C 8 H 3 (NH 2 ) 3 + 4H a O.
a. Isomerien der Amine u. Unterscheidung derselben.
Isornerien der Amine sind in großer Zahl bekannt u. entsprechen denender aliph. Amine; dazu kommen noch Ortsisomerien, z. B. von C,H,(NH,)„als 0-, m- u. p-Diphenylamin, sowie die Isomerien, welche entstehen durchEintritt der NH a -Gruppe am Benzolring oder an der aliph. Seitenkette odera n beiden, deren Benennungen sich aus nachstehenden Beispielen ergeben:C 8 H 4 (CH 3 )(NH 2 ) C 6 H 5 ~CH 2 (NH 2 ) C,H 4 (NH a rCH a (NH 8 )
Aminomethyl-Benzol. Phenylmetbylarmn. Aminobenzylamin.
Methylphenylamin. Benzylamin. Ammophenyhnethyl-
Toluylaniin. Pbenylaniinomethau. amin.
Dazu kommen ferner die Isomerien, welche aus diesen Verb, entstehendurch Substit. von H-Atomen entweder am Benzolring oder an der aliph.Seitengruppe oder in der NH--Gruppe, z. B.
C 8 H 3 Cl(CH 3 )(>fH 2 ) *G 6 H 4 {CH 2 C1)(NH 2 ) C,H 4 (CH a )(NHCl)
Aniinoiuethyl- Aminoehlor- Chloramino-
ohlorbeiizol. methylbenzol. methylbenzol.
Unterscheidung isomerer Amine erfolgt durch HNO,.
Prim. z.ykl. Amine geben mit HNO, in der Kälte Diazoaminoverb.(S. 571), ihre Salze hingegen Diazoniumsalze (S. 569), während in der Wärmeprim. Amine u. deren Salze Phenole bilden; prim. Amine mit der N11 2 -Gruppein der aliph. Seitenkette, bilden mit HNO, sofort Alkohole (s. S. 417).
Sek. zykl. Amine geben, wie sek. aliph. Amine, mit HN0 2 Nitros-amine, welche die NO-Gruppe am N-Alom enthalten, z. B. Phenyläthyl-nitrosamin, (C,H 5 )(CjH 6 )=N-NO.
Tert. zykl. Amine geben mit HNO a Nitrosoverb. (isomer denNilrosaminen), welche die NO-Gruppe am Benzolkern enthalten u. Nitroso-aniline heißen (s. oben), z. B. Nitrosodimethylanüin, C a H 4 (NO)"N(CH s ) 2 ; tert.aliph. Amine werden nicht angegriffen.
o-Diamine geben mit HN0 2 farblose Aziminoverb., z. B. C„H 4 ~(NH a ) a+ HNO a = 2H 2 0 + C,H 4 fN = N"NH") Aziminobenzol, m-Diamine gebenbraune Azofarbstoffe (Vesuvin,Bismarckbraun usw. S. 572).
p-Diamine werden von HN0 2 nicht angegriffen.
°-Dia m ine geben mit Aldeh. unier Austritt von W. heterozykl. Benzo-