ßozykl. u. hydroisozyk). K.W. mit drei- u. höherwert. Metalloidat. usw. 563
Verb., welche ein mehrwerl. Metalloidatom an mehreren C-Atomen einerBenzolmol. enthalten, z. B. C e H 4 = 0 oder C a H 3 =N, sind nicht bekannt; hingegenkennt man Cyclomethylene (S. 549), welche im C-Ring selbst an Stelle einer~CH 2 ~ Gruppe ein zweiwert. Metalloidalkyl>P(CH 3 ), >Sb(C 2 H 6 ) usw. enthalten,also heterozykl. Verb, sind, z. B. Cyclopentylenarsinmethyl (C B Hi 0 )>As~CH 3 ,sowie die wichtigsten Slammverb. aller heterozykl. Verb., welche entstehen,wenn ~GH = Gruppen im Benzolring selbst durch "N=Atome oder~CH 2 ~Gruppen«n> Cyclopentadienring durch ~0~, S", "NH" ersetzt werden.
1. Stickstoff als Cyangruppe enth. Kohlenwasserstoffe.
Zykl. Nitrile oder Arylcyanide, z. B. Benzonitril, H 5 C S ~CN,werden wie die entspr. aliph. Nitrile erhalten u. ihre aliph. Derivate habenderen Eigensch. neben denen der zykl. Nitrile.
Daist, aus Sulfonsäuren s. S. 508, aus Diazoverb. S. 570, 5 , durch An-lagerung von Blausäure, HCN, an die Aldehyde u. Ketone S. 395 u. S. 397.
Zykl. Nitrile mit der Gruppe ~CN in der aliph. Seitenkette, z. B. Benzyl-cyanid C 6 H 6 "CH 2 CN, entstehen aus den entspr. Halogenverb, mit KCN.
Zykl. Isonitrile, Arylcarbylamine oder Isoarylcyanide, ent-stehen aus prim. zykl. Aminen mit Chloroform u. alkohol. Alkalilauge, z. B.C 6 H 5 NH,+ CHC1 3 = 3HC1 + C,H S ~NC (Phenylisocyanid, s. unten).
Zykl. Isonitrile mit der Gruppe "NC in der aliph. Seitenkette entstehenaus den entspr. Halogenverb, durch AgNG (statt KCN, s. oben u. S. 474, 2 ).
Benzonitril, C 0 H 5 ~CN, Cyanbenzol, findet sich im Steinkohlenteer, riechtnach äth. Bittermandelöl, schmilzt bei 37°.
Phenylacetonitril, C 6 H 5 ~CH 2 "CN, Benzylcyanid, bildet das äth. Öl derKapuziner-u. Gartenkresse, neben Benzylisosulfocyanid, C 6 H 5 ~CH a ~NCS(Benzylsenföl, S. 474); es riecht angenehm, siedet bei 232°.
Phenylpropionitril, C 0 H 5 "CH 2 _ GH^CN, Phenylpropylcyanid, im äth.Öl der Brunnenkresse, siedet bei 231°.
Phenyiisonitril, C 9 H,fNC, Phenylcarbylamin, Darst. s. oben, riecht•inerträglich, siedet bei 166°, lagert sich beim Erhitzen unter Druck um inBenzonitril, dient zum Nachweis von Chloroform u. prim. Aminen, S. 474).
2 - Stickstoff als Ammoniakrest enth. Kohlenwasserstoffe.
Während man aliph. Amine am besten als Derivate des Ammoniaksbetrachtet, ist dies bei den zykl. Aminen nicht allgemein durchführbar, daz - B. auch Di- u. Polyamine auftreten, welche alle NH 2 - Gruppen in einerK.W.-Mol. besitzen (s. unten u. Isomerien S. 565).
Durch Ersatz von H-Atomen in einer Mol. KH 3 durch Aryleoder Aryle u. Alkyle, entstehen den aliph. Aminen entspr. prim., sek. odertert. Monamine, die aber schwächere Basen wie Erstere sind, z. B.(C 0 H 5 )NH 2 (C 6 H 4 CH 3 )NH 2 (C 6 H 5 ) 2 NH (C 6 H r ,) 3 N
Aminobenzol, Phenylamin, Aminotolnol Diphenylamin Triphenylainm
Anilin (Prim. Amin) (Toluylamin) (Sekund. Amin) (Tert. Amin)
Durch Ersatz von H-xVtomen im Benzolring durch zweioder mehr NH 2 -Gruppen entstehen die Diamine, Triamine usw., z. B.C 6 H 4 (NH 2 ) 2 C 6 H 3 (CH 3 )(NH 2 ) 2 C 6 H 3 (NH 2 ) 3 WNH^
Diaminobenzol Diaminotoluoi Triarninobenzol Tetraminobenzol
Durch Ersatz von H-Atomen in aliph. Seitenketten durchNH 2 -Gruppen entstehen Amine von rein aliph. Eigensch., also nicht diazotier-*>ar"(S. 569), z. B. Benzylamin, C 6 H 8 "CH 2 "NH 2 .
Außer gemischten Aminen, d. h. solchen mit zykl. u. aliph.Radikalen, sind auch Amine mit noch anderen Substituenten bekannt,welche entweder H-Atome des BenzoMngs oder der aliph. Seitengruppe oderdes Ammoniakrestes ersetzt haben; diese Derivate wurden bereits bei den
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