Stereoisomerie
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Sind in einei sym. Mol. die asym. C-Atome durch C-Atome getrennt,
an denen die beiden vorhandenen Gruppen gleichartig sind, so treten ebenfallsdie vorerwähnten vier Slereoisomeren auf, z. B. bei der Dimethylbrenzwein-säure, HOOC"CH(CH 3 ) CH.,~CH(CH :> rCOOH (s. die mittlere Gruppe "HCH").
Sind aber in einer sym. Mol. die asym. C-Atome durch G-Atomegetrennt, an denen die beiden vorhandenen Gruppen ungleichartig sind, soverhalten sich auch diese C-Atome wie asym. C-Atome u. heißen daher pseudo-»sym. C-Atome (s. unten die mittleren Gruppen ~TIC(OH)~ im Pentit).
Sind in einer Mol. 3 asvm. C-Atome. u. die versch. Gruppen an denselbengleicher Art wie im Pentit HOH ? C~CH(OHTCH(OH)" CH(OHrCH,-OH,so gibt es außer den zwei opt. akt. Modif. u. deren Razemform noch zwei opt.makt. nichtspaltbare Modif.
Sind in einer Mol. 4 asym. C-Atome vorhanden (u. die Gruppenan denselben gleicher Art), so sind je 4 entgegengesetzt optisch aktive Modif. u.deren 1 Razemformeu, sowie 2 inakt., nichtspaltbare Modif., also im ganzen14 Stereoisomere möglich, z. B. im Hoxit CH ä OH~(CH-OHVCH.,OH.
Sind in einer Mol. 2 asym. C-Atome u. die Gruppen an den-selben ganz oder teilweise verschieden, so entsteht eine asym. oderungleichwertige Mol., wie in den Tetrosen OHC~CH(OH)~CH(OHTCH 2 . OH,u. sind vier opt. akt. Stereoisomere (s. unten) möglich i
2)-±i 3) ~ A ' 4, =A,
■ H - B ' + B ' - B
wobei .4 u. B die beiden Tetraeder u. -f- die Anordnung der Atome in rechts-
drehender Stellung, — die in linksdrehender Stellung bezeichnen.
Alle Stereoisoin eren mit asym. Mol. sind opt. aktiv, da beiGegenwart versch, Gruppen an den asym. C-Atomen eine etwaige-entgegengesetzte Anordnung der Gruppen die Drehung desLichtstrahls in der Mol. nicht vollkommen aufheben kann.
Hingegen können sich die entgegengesetzt opt. akt Modif. zu inakt.»paltbaren Modif. vereinigen, z. B. 1 u. 4 oder 2 u. 3, nicht aber 1 u. 2 oder 2 u. 4.
Sind in einer asym. Mol. 3 asym. C-Atome enthalten, so sind 8 Stereo-teomere möglich, z. B. für Aldopentoscn, CH 2 -OH-(CH-OH),""CHO.
Sind in einer asym. Mol. 4 asym. C-Atome vorhanden, so sind 16Stereoisomere möglich, z. B. für Aldohoxosen, CHvOir(CH-OH)., CHO.
Für jede Verb, mit " asym. C-Atomen in einer asym. Mol.glbl es 2» Stereoisomore, also z. B. bei 4 asym. C-Atomen 2 1 = 16.
3. Stereoisonierien bei unges. C-Verbindungen.
In Verb, mit durch zwei Valenzen verketteten C-Atomen«nd die diesen C-Atomen entspr. Tetraeder mit zwei Eckpunkten, alsohiit einer Kante, aneinander gebunden und daher keine Drehung der'leiden Tetraeder um eine gemeinsame Achse möglich (S. 336).
Es ist also auch hier rechts u. links versch., wenn auch anders wiehei mit nur einer Valenz verketteten asym. C-Atomen, u. es ergibt sich, daßwenn an die vier Valenzen des Doppeltetraeders je zwei unter sichgleiche Gruppen gebunden sind, bereits die Möglichkeit vonje zwei Stereoisomeren, welche in fast allen physik. u. auchgewissen ehem. Eigensch. versch. sind.
Diese Stereoisomerie beruht also hier auf der Nah- oder Fernstellungz weier Gruppen, weshalb sie geometrische Isomerie oder Cis-Trans-is »raerie heißt.
Da hier die an beide C-Atome gebundenen Gruppen ineiner Ebene liegen, so ist eine schraubenförmige Anordnungderselben, welche die optische Aktivität bewirkt (s. Licht-ere hung), auch bei etwaiger Asym. der C-Atome nicht möglich.
A-rnold, Repetttorfnm, lfl. Aufl. 22