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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen sowie des Deutschen Arzneibuches und anderer Pharmakopöen namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Elemente u. Verbindungen der Platingruppe.

32Ö

a. Verbindungen des Palladiums.

Palladooxyd, PdO, ein schwarzes Pulver, unl. in Basen, lös), in Sauren3u Palladosalzen, entsteht beim Erwärmen von Pd(OH) 2 .

Palladohydroxyd, Pd(OH) 2 , fällt dureh Alkalilauge aus PdCl 2 als schwarzesp 'ilver, das in Fetten kolloid gelöst als Leptynol med. Anw. findet.

Palladojodid, PdJ a , fällt durch Palladosalze aus Jodidlös. als schwarzesPulver (Nachweis u. quänt. Best, von Jodiden neben Bromiden u. Chloriden).

Palladochlorid, PdCl 2 , entsteht beim Abdampfen der Lös. von Pd inKönigsw. u. bildet mit 2H 2 0 braunrote Krist., die bei 100° wasserfreie, braun-schwarze Massen geben. Es dient zum Nachweis von CO (S. 230,!); mit Alkali-chloriden bildet es komplexe Salze, z. B. Kaliumpalladochlorid, K 2 (PdCl 4 ), die'bzuleiten sind von der

Palladochlorwasserstoffsäure, H.PdCl,, die frei unbekannt ist.

Palladioxyd, Pd0 2 . ein schwarzes Pulver, sich wie Mangandioxyd ver-haltend, entsteht beim Erwärmen von

Palladihyroxyd, Pd(OH)j. das aus Lös. von PdCl 4 durch Alkalilauge alsrotbraunes Pulver ausfällt.

Palladichlorid, PdCl 4 , ist nur in Lös. bekannt, durch Königsw. aus Pde "tstehend; aus der Lös. scheiden Alkaliehloride schwerl. komplexe Verb, ab,* B. Kaliumpalladichlorid, K 2 PdCl 4 , die zu betrachten sind als Salze der

Palladichlorwasserstoffsäure, H 2 PdCl die frei unbekannt ist.b. Erkennung der Palladiumverbindungen.

H,S fällt braunschwarzes Palladosulfid, PdS; aus dessen Lös. in HCl*ird durch Alkalijodide schwarzes Palladojodid. PdJ 2 , gefällt (S 230,,).

3. Iridium.

Atomgewicht 193,1 == lr. Entdeckt von Tennant 1804.

Vork. u. Darst. s. S. 323. Silberweißes Metall, hart, vom spezif. Gew. 22,4."Vi 2350° schm., unl. in Säuren u. in Königsw.; s. ferner S. 322.

Iridiumgefäße sind schwerer schmelzbar u. widerständiger wie Platin-8«fäße: feinverteiltes lr dient zum Schwarzbrennen von Glas u. Porzellan.

Legierungen mit Os dienen zu Spitzen von Goldschreibfedern.

Iridiumhydroxyde Ir(OH) 2 , Ir(OH), Ir(OH) 4 fallen als in Königsw. lösl.Brühe und blaue Pulver aus den entspr. Chloriden durch Alkalilauge.

Iridiumoxyde, IrO, Ir 2 O s , IrO z , entstehen beim vorsichtigen Erhitzen'arer Hydroxyde als dunkle Kristallpulver, erstere bilden dabei zuerst IrO au - dieses schließlich lr + O...

Iridiumchloride, IrCI,, "lrCl IrCl 4 (Darst. S. 322), sind dunkle Kristall-Pulver, die komplexe Salze bilden, z. B. Na 2 IrCl 5 (2NaCl + IrCI»), K 3 lrCl 6 (3KGl7" IrC1 a), (NH 4 )jIrCl, (2NH 4 C1 + L-Cl 4 ), die rötlich, grün, braun gefärbt sind' we gen dieses Farbenwechsels der Name, Iridium).

Iridiumchlorwasserstoffsäure, H B IrCl entsteht beim Lösen der lr-Oxyde* Königsw. u. Abdampfen der Lös. als schwarzes Kristallpulver, lösl. in W., mitUas on komplexe Salze bildend.

v Iridiumsulfid, Ir.S,, fällt durch H 2 S aus neutralen u. sauren Lös. der [r-Ve rb. als braunes Pulver, lösl. in HNO,.

4. Rhodium.

Atomgewicht 102,9 ~ P.h. Entdeckt von Wollaston 1804.Vork. u. Darst. s. S. 233. Silberglänzendes, dehnbares Metall vom spezif.üe w. 12,6, bei 2000° schm., unl. in Säuren u. Königsw.; es adsorbiert H u. kannauc h als Katalysator wirken; s. ferner S. 322.

mehr wie 30 Proz. Rh.Glanzgold, Polier-

. . Legierungen mit Pt sind lösl. in Königsw., bei""gegen darin unl. (S. 322); Legier, mit Au dienen als

? old > mit Pt oder Pd als Glanzsilber zur Darst. von Metallspiegeln,

" von beim Einbrennen glänzend bleibenden Metallbelägen auf Porzellan

Glas; Drähte aus Platin oder Platinrhodium bilden als Thermosäulen dasPyrometer von Le Chatelier.