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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen sowie des Deutschen Arzneibuches und anderer Pharmakopöen namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Kiemente u. Verbindungen der Eisengruppc.

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Kaliumsulfat u. Kaliumchromat, lösl. in W.; durch viel W., durch Säuren oderbeim Stehen an der Luft entfärbt sich die Lös. unter Zersetzung: 2K 2 Fe0 4 -foH0 = 4KOH + 2Fe(OH) 3 + 30.

t. Erkennung der Eisenverbindungen.

1. Ammoniumsulfid fällt aus den Lös. der Ferro- u. Ferrisalze schwarzes,amorphes, in verd. Säuren leichtl. Ferrosulfid, FeS (s. S. 317).

2. Kaliumferrocyanid erzeugt in Ferrosalzlös. weiße Fällung durchOxydation hellblau u. dann dunkelblau werdend, in Ferrisalzlös. soforttiefblaue Fällung (Berlinerblau, s. Cyanverb.).

3. Kaliumierricyanid erzeugt in Ferrisalzlös. rotbraune Färbung, inFerrosalzlös. tiefblaue Fällung (Berlinerblau).

4. Kaliumsulfocyanid erzeugt in Ferrosalzlös. keine Veränderung, inFerrisalzlös. blutrote Färbung von lösl. Ferrisulfoeyanid, Fe(CNS)jj.

3. Kobalt.

Atomgewicht 59 = Co. Entdeckt von Brand 1742.

Vork. Gediegen im Meteoreisen, gebunden als Speiskobalt, GoAs 2 , Glanz-kobalt, CoS.As, Kobaltblüte, Co 3 (As0 4 ) 2 + 8H 2 0, Kobaltkies, CoS + Co 2 S,.

Darsl. In allen Kobalterzen ist Co teilweise durch isomorphes Ni, Fe, Mnersetzt; die Trennung von diesen Metallen geschieht wie bei der quant. Analyse,Wobei man zuletzt Kobaltikobaltooxyd, Co 3 0 4 , erhält, das man mit Mehlteigin kleine Würfel formt, u. zwischen Kohlenpulver glüht (Würfelkobalt).

Eigensch. Rötlichweiß, dehnbar, zähe, glänzend, vom spez. Gew. 8,5,bei 1990° schm., an der Luft beständig, gepulvert darin erhitzt zu Kobalti-kobaltooxyd, Co 3 0 4 , verbrennend; anorg. Säuren lösen es zu Kobaltosalzen;es dient wie Nickel zum Überziehen (Verkobalten) anderer Metalle.

Zweiwertig bildet es die Kobalto- oder Kobaltoxydulverb.

Dreiwertig bildet es Kobalti- oder Kobaltoxydverb.; von den Salzensind nur einige beständig, hingegen kennt man komplexe Salze (S. 32).

Vierwertig bildet es das schwarze Kobaltdioxyd, Co0 2 , u. das krist.orangerote Kobalttetracarbonyl, Co(CO) 4 (S. 229).

a. Legierungen des Kobalts.

Mit wenig Mn bildet es eine harte Legierung, die zu Obstmessern usw.dient; mit 15 Proz. Chrom legiert findet es als Steint wegen seiner Härte u.Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien Anw. zu Chirurg. Instrumenten u.ehem. Gefäßen; Sonnenbronze u. Metallin enthalten Cu u. AI u. dienen zuEdelsteinfassungen.

b. Verbindungen des zweiwertigen Kobalts.

Kobaltooxyd, CoO, wird durch Glühen des Kobaltohydroxyds oder Kobal-tocarbonats bei Luftabschluß als grünliches Pulver erhalten (s. Co 3 0 4 ).

Kobaltohydroxyd, Co(OH) 2 . Alkalilauge oder Ammoniak fällen aus Ko-baltosalzlös. blaue, bas. Kobaitosalze, welche beim Stehen in rosenrotesCo(OH) 2 übergehen, das sich dann an der Luft zu braunem Co(OH) 3 oxydiert;überschüssiges NH, löst es unter Bild, komplexer Kobaltisalze (S. 32); vonHypohaliten wird es zu schwarzem Kobaltdioxyd, CO», oxydiert (S. 320).

Kobaitosalze entstehen aus Co, CoO, Co(OH) mit den entspr. Säuren u.sind wasserhaltig oder ionisiert (gelöst) rot, wasserfrei blau; man kann daherK»it der blaßroten Lös. der Kobaitosalze Geschriebenes beim Erwärmen derSchrift lesen, da dann die Schrift blau wird durch Bild, von wasserfreien Kobalto-salzen (Sympathetische Tinte, Barometevbilder).

Kobaltosulfat, CoSO, + 7H 2 0 u. Kobaltocarbonat, CoCO B) ent-sprechen im Verhalten den betr. Ferrosalzen (S. 317), Kobaltonitrat, Co(N0 8 ) s ,»ndet Anw. in der Lötrohranalyse (s. S. 308).

Komplexe Kobaitosalze, z. B. CoCl a + 6N1I 3 oder [Co(NH 3 ) 6 ]Ci 2 , sindunbeständig u. gehen leicht in beständige, komplexe Kobaltisalze über.