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Verbindungen der Eisengruppe.
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FerTOSUlfld, FeS, erhält man durch Erhitzen von Fe mit der entspr. MengeS als kristallin., bronzefarbene, wasserunl. Masse; befeuchtet man ein innigesGemenge von Fe -j- S, so findet die Vereinigung schon bei gew. Temp. statt; ausallen Eisensalzen fällt Ammoniumsulfid amorphes, schwarzes Ferrosulfid; Ferri-salze werden dabei zuerst zu Ferrosalzen unter S-Abscheidung reduziert, z. B.2FeCl 3 + (NH 4 ) a S = 2FeCL + 2NH 4 C1 + S.
Es ist leicht schmelzbar, lösl. in Säuren unter H.S-Entw. (s. S. 171) zuden entspr. Ferrosalzen; Luft oxydiert es langsam zu Ferrosulfal; beim Er-hitzen bildet es Schwefeldioxyd u. Ferrioxyd: 2FeS + 70 = Fe„0 3 + 2SO„.
Ferrochlorld, FoCl a + 4H a O, Ferrum chloratum, erhält man beimLösen von Eisen in Salzsäure u. Abdampfen bei Luftabschluß in hellgrünen,Prismen, die nicht unzersetzl wasserfrei gemacht werden können. Wasserfreierhält mau es in weißen Blättchen beim Erhitzen von Eisen in Salzsäuregas.
Ferrojodid, FeJ a , Ferrum jodatum. Viel Eisenpulver unter W. mitJod versetzt (s. KJ), gibt eine grünliche Lös.,50Proz. Fe J 2 enthaltend ("LiquorFerri jodati), die beim Verdampfen FeJ„+ 4H,0 in grünen Krist. abscheidt.
An der Luft oxydiert es sich zu Ferrioxyd. was Zucker sehr verlangsamt,daher man FeJ s mit Zucker verrieben (Ferrum jodatum saccharatum)oder in Zuckersaft gelöst (*Sirupus Ferri jodati) aufbewahrt.
Ferrosulfat, FeS0 4 -f 7H a 0, erhält man rein durch Lös. von Eisen inverd. H 2 S0 4 u. Abdampfen zu Krist. Im großen stellt man es dar, indemman Eisenkies, FeS a , durch partielles Rösten (S. 142, 6 ) in Fc 3 S 4 verwandelt,das an feuchter Luft sich zu Ferrosulfat oxydiert; man laugt dann mit W. ausu. läßt krist. ('Ferrum sulfuricum crudum, Eisenvitriol, grünerVitriol); ferner erhält man unreines Ferrosulfat bei der Darsl. des Kupfersauf nassem Wege (Kupferwasser. S. 271, 3 , Salzburger Vitriol).
Es bildet hellgrüne, monokline Krist., isomorph den anderen Sulfatender Gruppe u. der Magnesiumgruppe (s. S. 264), welche an trockner Luft ver-wittern, an feuchter Luft sich mit braunem, bas. Ferrisulfat überziehen.
Als kristallin. Pulver ("Ferrum sulfuricum) erhält man es durch Fällenseiner Lös. mit Wg. Es ist lösl. in W., beim Glühen an der Luft in Ferrioxydu. SO, übergehend (S. 176).
Mit Alkalisulfaten bildet es den entspr. Magnesiumverb, isomorpheDoppelsalze, z. B. Ferroammoniumsulfat, FeS0 4 + (NH 4 ) a S0 4 -f C>H a O(Mohrsches Salz), durch seine Luftbeständigkeit ausgezeichnet.
"Ferrum sulfuricum siecum. 2FeS0 4 + 3H 2 0, entsteht als weißesPulver durch Erhitzen von Ferrosulfat, bis es 35 Proz. W. verliert.
Ferrophosphat, Fe,,(P0 4 ) 2 , findet sich mit S Mol. H 2 0 als Vivianit; esentsteht als weißer, in Essigsäure unlösl., in anderen Säuren lösl. Niederschlagaus Ferrosalzlös. mit Natriumphosphat; an der Luft oxydiert es sich.
Ferrocarbonat, FeC0 3 , findet sich als Spateisenstein in gelblichen, kristallin.Massen oder in Rhomboedern (isomorph den anderen Garbonaten der Gruppe,der Magnesiumgruppe u. dem Kalkspat, S. 267); es ist in kohlensäurehaltigemW. etwas lösl. u. kommt so in den Stahlwässern vor.
Man erhält es durch Versetzen von Ferrosalzlös. mit Alkalicarbonal alsweißen Niederschlag, der an der Luft in braunes Ferrihydroxyd übergeht; daZucker die Oxydation verlangsamt, so findet ein Gemenge von diesem mitFerrocarbonat als "Ferrum carbonicum saccharatum med. Anw.
Komplexe Ferrosalze werden bei den Cyanverb. besprochen (S. 32)
d. Verbindungen des dreiwertigen Eisens,Ferrioxyd, Fe 2 O a , findet sich als Roteisenstein usw. (S. 311). Man erhalles durch Glühen von'Ferro- oder Ferrihydroxyden als amorphes, rotbraunesPulver, schwerl. in Säuren zu Femsalzen,
Als Nebenprodukt bei der Darst. rauchender H a S0 4 aus FeSO, erhalten(S. 176), ist es je nach Korngröße hellrot bis purpurviolett u. findet Anw. alsCaput mortuum, Kolkothar, Eisenmennige, Polierrot, Englisch-,Pariser-, Venetianer-, Pompejanischrol. Durch Schmelzen mit Boraxerhält man es in Kristallen.