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Nichtmetalle und deren Verbindungen.
panzern, Federn, Stacheln, Haaren, im Pflanzenreich in vielen Gräsern,Schachtelhalmen, im spanischen Rohr.
Darst. I. Aus der wäss. Lös. der Alkalisilicate scheidet HCl (je nachKonz. der Lös. u. der HCl) entweder sofort den größten Teil der Kieselsäureals Gel ab, oder sie bleibt ganz oder teilweise kolloid gelöst: z. B. Na 4 Si0 4 +4HCl=4NaCl + Si() 2 (2H/J).
Setzt man Alkalisilicatlös. zu überschüssiger verd. HCl, so erhält maneine Lös. von HCl, NaCl u. kolloider Kieselsäure, aus der man HCl u. Naödurch Dialyse entfernt (S. 00). worauf die Lös. durch Eindampfen noch etwaskonzentriert werden kann, aber dabei schließlich gallertig erstarrt (S. 88).
2. Aus Siliciumfluorid, SiF 4 oder aus SiCL, (S. 233) durch Euro,von W.: SiCl.,+ 4HOH=4HCH-Si0 2 (2H 2 0) u. Entfernung der HCldurch Auswaschen des Kieselsäuregels mit viel W.
Eigensch. Die wie vorstehend erhalteneu, meist Kieselsäure genanntenVerb, sind frisch bröckliehe Gallerten, wenig lös!, in W., mehr in verd. HCl,getrocknet amorphe, feine, weiße Pulver bildend, geglüht in Si0 2 über-gehend; als schwache Säuren verbinden sie sich nicht mit NH 3 u. werdenaus ihren lösl. Salzen schon durch C0 2 gelallt.
Kieselsäuregel dient als Unterlage für Bakterienkulturen, als Auf-sauger der Elektrolytflüss. in Trockenelementen; seine kolloide Lös. findetmed. Anw. als Silicol (nicht Silikol S. 157), sein lufttrockenes Pulver alsSalusil; auch Salze u. Ester der Kieselsäuren finden med. Anw.
Kieselsaure Salze oder Silicate leiten sieh meist von Poly-kieselsäurcn ab S. 235).
Silicate entstehen beim Schmelzen der Oxyde oder Karbonate derMetalle mit entspr. Mengen SiO a als amorphe, glasartige Massen, z. B. 2CaO +Siü 2 == Ca ä Si(). t (Calciumorthosilicat); Na 2 C0. 3 4- Si0 2 = C0 2 + Na 2 SiC%(Natriummetasilicat); A1 2 0 3 + 3Si0 2 = Al 2 Si s 0 9 (Alumini umtrisilieat).
Einfache Silicate sind unl. in W. (außer den amorphen, glasartigenAlkalisilicaten, welche daher "Wasserglas heißen) u. werden von Säurenunter Abscheidung von Kieselsäuregel zersetzt. Do ppelsilicate, d. h. Silicatemit versch. Metallen in der Mol., sind die Glas-, Porzellan- u. Tonwaren, diemeisten Silicatnüneralien, die bei der Darst. der Metalle aus vielen Erzen ent-haltenen Abfälle (Schlacken, s. Hochofenprozeß), welche zu Pflaster- u.Bausteinen, Zement usw. Anw. finden; diese Doppelsilicate werden, mit Aus-nahme der wasserl. Alkalimetallsilicate u. der kristallwasserhaltigen natürl.Silicate von Säuren, außer von HF, nicht angegriffen (s. S. 238, 3 ).
Natürliche Silicate erleiden durch C0 2 , H 3 0, 0 der Luft u. desEidbodens, langsam ehem. Zersetzung, durch die der fruchtbare Ackerbodenentsteht (s. Aluminiumsilicate).
Natürliche Silicate der Ortho- u. Metakieselsäure sind z. B. WHlemit,Zn 2 (SiOJ, Kaolin, H 2 Al a (Si0 4 ) 2 , Wollastonit, Ca(SiO a ); die meisten Silicateleiten sich ab von den Polykleselsäureni H„Si 2 0 7 , HiS^O«, H 2 Si 2 O s , H^S^On,H 4 Si 3 O g , usw. z. ß. Serpentin Mg 3 (Si„0 T ), Diorit MgCa(Si 2 0,), PefalitAlLi(Si s 0 5 )j, Prelmit Al„Ca„(Si,0, 1 ), Meerschaum Mg- 2 (Si 3 0 8 ).
Erkenn. 1. Sclnnilzt man lüeselsäureanhydrid, Kieselsäure oder Sili-cate an einer Platindrahtöse mit Phosphorsalz (S. 254), so lösen sich se-