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Nichtmetalle und deren Verbindungen.
Alle Nichtmetalle, außer den Edelgasen, geben mit H gasförmige Verb.«teils beim Erhitzen, teils nur mit nasz. II (s. S. 7).
Viele Metalle verbinden sich beim Erwärmen mit H zu Hydriden,z. B. zu KH, CaH 2 , von denen die der Alkalimetalle metallisch aussehen,die anderen weiße oder graue Pulver u. einige Gase bilden.
Sie entstehen auch beim Erhitzen gepulverter Metalle u. Metalloxydemit ameisensauren Natrium (s. Daist. 2); Kupfer, Eisen, Nickel, mehr nochPlatin u. Palladium, verbinden sich nicht mit H, verdichten aber, namentlichfeinverteilt, große Mengen desselben auf sich (S. 74).
Hierdurch wird die Reaktionsfähigkeit des H so gesteigert, daß erwie nasz. H wirkt (Anw. zur Reduktion org. Verb.) u. sich mit Sauerstoffverbindet, wobei die Metalle durch die Reaktionswärme erglühen.
Leitet man daher H oder andere brennbare Gase über feinverteiltesPlatin oder Palladium (Platinschwamm, Palladiumasbest), so entzündensich die Gase an der Luft, d. h. in deren Sauerstoff, von selbst (Döber-einersches Feuerzeug, Gasselbstzünder),
Auf der Lösl. des H in den erwähnten Metallen beruht auch seine Fähig-keit, durch glühende Röhren aus Eisen, Platin, Palladium zu diffundieren.
Aktiver Wasserstoff, dessen Mol., analog denen des akt. Sauer-stoffs, aus drei Atomen bestehen, soll ebenfalls existieren.
Erkenn. An vorerwähnten Eigensch., namentlich an den reduzierenden,sowie an der Bild, von Knallgas; in Gasgemengen an deren Volumabnahme,wenn man sie wiederholt über erwärmtes Palladium leitet (S. 51).
Elemente u. Verbindungen der Sauerstoffgruppe.Sauerstoff. Schwefel. Selen. Tellur.
Diese Elemente treten gew. zweiwertig, zuweilen auch vierwertig,die drei letzteren auch sechswertig auf. Mit Zunahme des Atomgew. nimmtspezif. Gew., Schmelz- u. Siedepunkt u. metallischer Charakter zu.
Mit 2 Atomen H bilden sie Verb., die, außer Wasser (H 2 0), bei gew.Temp. Gase von schwach säureartigem Charakter sind.
Mit Metallen verbinden sie sich leicht zu Oxyden, Sulfiden usw.
Beziehungen zu den Elementen der Chromgruppe s. diese.1. Sauerstoff oder Oxygenium.
Atomgewicht 16 = O. Entdeckt von Scheele u. Priestley 1774.Vork Frei in der Luft (21 Volumproz.) gebunden im W. (H 2 0), imBlutfarbstoff Oxyhämoglobin, sowie in den meisten Tier- u. Pflanzeu-stoffen u. Mineralien.
Bild. 1. Aus dem Kohlendioxyd (C0 2 ) der Luft durch die Lebens-tätigkeit der Chlorophyll enthaltenden Pflanzen (S. 134).
2. Bei der gegenseit. Einw. vieler O-haltiger Verb., z. B. aus Natrium-peroxyd mit W.: Na 2 0 2 + H0H= 2NaOH + 0 (s. S. 12 u. S. 168).
3. Durch Glühen vieler O-reicher Verb., z. B. von Quecksilberoxyd(HgO), Mangandioxyd: 3Mn0 2 = 20 + Mn 3 0 4 (Manganomanganioxyd),Salzen der Perschwefelsäure, Permangansäure, Perborsäure usw.
4. Durch die Elektrolyse von Wasser oder Akalilauge (s. S. 129).Darst. 1. Im kleinen meist durch Erhitzen von Kaliumchlorat, KC10 8 ,
welches dabei zuerst in Kahumperchlorat u. dann in Kaliumehlorid (KCl)