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Hydrargyrum iodatum flavum. 477
von verdünnten Säuren, ausser der Salpetersäure, nicht angegriffen. Diese istsein eigentliches Lösungsmittel. Concentrirte Schwefelsäure lost es unter eigenerZersetzung und Entwickelung von schwefligsaurem Gase zu Oxydulsalz. Ueber-haupt entsteht immer zuerst Oxydulsalz und nachher Oxydsalz.
Hydrargyrum et Stibium sulphurata.
Hydrargyrum sübiato sulphuratum. Aethiops antimonialis.
©efdwefdtcs Ouerffilberfoieflglanj.
Nimm: Fein gepulvertes schwarzes Schwefelspiess-glanz, schwarzes geschwefeltes Quecksilbervon jedem zwei Unzen.Mische sie. Es sei ein grau-schwarzes Pulver.
Die älteste und am meisten gebräuchliche Vorschrift für dieses Mittel war:2 Unzen Schwefelantimon und 1 Unze metallisches Quecksilber. Die neuerenPharmacopoen setzen noch 1 Unze Schwefel zu, wodurch die Mischung der vor-liegenden Vorschrift erzielt wurde.
Beide Pulver können trocken vermischt werden.
Hydrargyrum iodatum flavum. ©elbeS 3ot>quecfjHber.
Mercurius iodatus flavus. Hydrargyrum mbiodatum. Iodetum
hydrargyrosum.
Nimm: Gereinigtes Quecksilber eine halbe Unze,
füge hinzu
Jod zwei und eine halbe Drachme.
Zerreibe sie in einem steinernen Mörser unter Besprengungmit einigen Tropfen höchst rectificirten Weingeistes,bis das Quecksilber verschwunden ist und das Gemenge eine grün-lich gelbe Farbe angenommen hat. Trockne an einem lauwarmenOrte aus und bewahre das erhaltene Pulver m geschwärzten undvon dem Lichte entfernten Gefässen äu sserst sorgfaltig auf.
Es sei ein grünlich gelbes Pulver, in Wasser und höchst rectificirteniWeingeiste unlöslich, von rothem Jodquec ksilber frei.
Wenn man 2 Atom Quecksilber (200) und 1 Atom Jod (126) unter Be-feuchtung mit Weingeist mengt und abreibt, so bildet sich zuerst ein rbthlichesf ernenne von rothem Jodquecksilber und Quecksilber. Durch längeres Reibenvertheilt sich das Jod auf die ganze Menge des Quecksilbers und es entstehtdas dem Calomel entsprechende Halbjodquecksilber. Selbst wenn man nochweniger Jod nimmt, so zieht kochender Weingeist etwas rothes Jodquccksilbern, demselben aus. Es hätte demnach in der Vorschrift die Auswaschung mithoissem Weingeist empfohlen werden müssen, oder die Bedingung, dass keinrothes Jodouecksilber darin sein dürfe, weniger streng ausgedrückt worden sein.Die Vorschrift ist übrigens ganz richtig und das Zahlenverhältmss schhesst sichdem Atomgewichte vorkommen an, denn 200 : 126 = 4 : 2,52 Die Pharma-copoe schreibt 2,5 vor, was praktisch ganz gleichbedeutend ist. Uebrigens ist zubemerken, dass man nicht zu grosse Mengen des Präparats (mehr als 6 oder 8
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