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1 (1854)
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Hydrargyrniri depuratum.

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in Fürth, in einer schiinen Arbeit nachgewiesen hat. Es besteht dieses Häutchenvielmehr aus den Amalgamen der fremden Metalle, welche sich im überschüssi-gen Quecksilber nicht auflösen, und als speeifisch leichter auf der Oberflächeausgeschieden werden. Wenn man chemisch reinem Quecksilber y i0O o Zinn zu-setzt , so wird die Masse sofort dickflüssiger und bedeckt sich in der Ruhe miteiner grauen Metallhaut, unter welcher die spiegelnde Fläche des Quecksilbersauf kurze Zeit zum Vorschein kommt, wenn man diese Haut vorsichtig bei Seiteschiebt. Zugleich und namentlich bei einiger Bewegung bildet sich das bekannteschwarze Pulver. Bei alhnähligem weiteren Zusatz von Zinn mehrt sich auchdie metallische Haut und die daraus entstehende pulverige Substanz, bis in demVcrhältniss von 1 : 300 des fremden Metalles zum reinen Quecksilber die Mi-schung grösstentheils Pulverform annimmt. Diese Erscheinung nimmt von einemgewissen Vorhältniss wieder ab, bis sie endlich fast verschwindet, wenn die Massenicht mehr flüssig ist und ein weisses glänzendes Amalgam bildet, was, zwischenden Fingern oder auf Papier gedrückt, so lange abfärbt, als es nicht vollkommenfest und krystallimsch geworden ist. Dieser Vorgang allein reicht hin, zu be-weisen, dass von einer Oxydation weder der fremden Metalle, noch viel wenigerdes Quecksilbers die Rede sein kann. Die schwarzgraut! pulverige Masse vonV 3(>0 Zinngehalt zwischen Glasplatten gedrückt, lässt reines Quecksilber auslau-fen und hinterlässt einen grauen Körper, der mit der Zeit immer glänzenderwird, und unter dem Mikroskope weiss metallisch glänzend erscheint, wie dasAmalgam aus 1 Zinn und 1 % Quecksilber. Lässt man das graue Pulver von'/,„„ Zinn eine Zeit lang auf einem Filtrum ruhig liegen und durchsticht diesessanft in der Spitze mit einer Nadel, so läuft Quecksilber ab, welches wie einn™ 4 Vioooo Zinn versetztes Metall aussieht. Die letzte Spur von Zinn kann durchwiederholtes Filtriren nicht entfernt werden, wohl aber von Blei. • Das mit einerHaut bedeckte Quecksilber ist weit minder flüchtig als reines Quecksilber, offen-bar weil es von einer minderflüehtigen Substanz bedeckt ist. Es amalgamirtauch ein darüber hängendes Goldblättchen. 'Es muss demnach die in den Lehr-büchern der Chemie häufig vorkommende Behauptung, dass alles Quecksilberdes Handels fremde Metalle enthalte, sehr modificirt werden. Der reine metal-lische Glanz des einmal durchgeseihten Metalles ist ein genügender Beweis vonseiner Reinheit. Absichtlich kann eine Verunreinigung niemals stattfinden, dennein Zusatz von Vioooo Metall, wodurch doch nichts gewonnen wird, würde demQuecksilber ein so schlechtes Ansehen geben, dass es dadurch viel mehr anWerth verlieren würde. Selbst eine zufällige Verunreinigung ist sehr unwahr-scheinlich, und meistens hat man mit allen Reinigungsmethoden nichts aus demQuecksilber als einen Theil des Metalles selbst weggeschafft.

Absichtlich angestellte Verflüchtigung von käuflichem österreichischen undspanischen Quecksilber zeigten, dass keine merkbare Spur fremder Körper zu-rückblieb.

Das reine Quecksilber ist ein silberweissos, glänzendes, bei allen Tempera-turen unseres Landes immer flüssiges Metall von 13,5 speeif. Gewicht. Es bleibtdurch Schütteln mit Luft vollkommen rein, ohne schwarzen Staub zu bilden;die kleinste Beimengung von fremden, unedlen Metallen, besonders von Bleiund Zinn, bewirkt die Eigenschaften, durch Schütteln mit Luft ein schwarzesPulver zu erzeugen, weshalb auch dieses Verfahren das empfindlichste Mittelist, die kleinste Verunreinigung zu finden. 1 Theil Blei auf 30000 Quecksilbererzeugt schon nach einem Schütteln von 2 Minuten schwarzes Pulver,' und40000 Quecksilber ist die Grenze der Wahrnehmung. Eine solche Beimischungvon % M Procent ist aber für alle praktische Zwecke der Pharmacie ganz ohnealle Bedeutung. Das Quecksilber siedet, nach Dulong und Petit, bei 288° R.(3G0° Cent.) und erzeugt dabei einen farblosen Dampf. Das Quecksilber wird